Twitter

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Twitter ist ein soziales Netzwerk, das im Jahr 2006 in den USA von Jack Dorsey,Biz Stone und Evan Williams gegründet wurde. Die Benutzer können Kurznachrichten ("Tweet") mit maximal 140 Zeichen Länge abgeben, die ihre Abonnenten ("Follower") automatisch in ihrer Timeline angezeigt bekommen. Diese haben die Möglichkeit, mit ihrem eigenen Account darauf zu antworten oder den Inhalt in Form eines Retweets ihren eigenen Followern zugänglich zu machen. Das Grundprinzip von Twitter ähnelt dem eines Blogs, weshalb Twitter auch als Microblogging-Dienst bezeichnet wird.

Twitter wird von Privatpersonen, Politikern, Film- und Musikstars sowie Unternehmen gleichermaßen genutzt. Im September 2010 waren weltweit 175 Millionen Twitter-Nutzer registriert. Aktuelle Schätzungen aus dem Jahr 2015 geben an, dass ca. 288 Millionen Personen und Unternehmen Twitter mindestens einmal pro Monat nutzen. 2016 nannte Twitter zum ersten Mal offizielle Nutzerzahlen und gab an, dass pro Monat ca. 12 Millionen Menschen die Plattform besuchen. Diese Zahl kumulierte sich aus angemeldeten Nutzern und Menschen, die die Seite ohne Anmeldung besuchen. [1]

Als beliebtes Medium der Echtzeit-Kommunikation wird Twitter beispielsweise häufig auf (Branchen-)Veranstaltungen eingesetzt, sodass physisch nicht anwesende Interessierte das aktuelle Geschehen mitverfolgen können. Gerne werden für solche Veranstaltungen auch sogenannte Twitterwalls eingerichtet, auf denen alle Tweets der verschiedenen Twitter-Nutzer zur Veranstaltung angezeigt werden. Tweets, die auf der Twitterwall erscheinen sollen, müssen mit einem einheitlichen Hashtag gekennzeichnet werden, der die unterschiedlichen Tweets ihrer entsprechenden Twitterwall zuordnet. Viele TV-Sender gehen immer mehr dazu über, zu ihren TV-Shows passende Hashtags vorzugeben und zu aktiver Beteiligung via Twitter aufzurufen. Damit ist es Ihnen möglich, im Anschluss spontane und intuitiv geäußerte Meinungen zu sammeln, zu sichten und für ihre Zwecke auszuwerten.

Seit Juli 2012 ist es möglich seine Tweets in eine Datei zu exportieren, um diese lokal auf seiner eigenen Festplatte zu speichern und zu archivieren.

Im Social Media Prisma V5.0 wird Twitter unter der Rubrik "Twitter Ecosystems" geführt.

Unternehmen

Das Unternehmen Twitter Inc. ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft in den USA. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in San Francisco. Der CEO von Twitter Inc. ist Jack Dorsey, der gleichzeitig auch der Mitgründer ist. Twitter hat (Stand Juni 2016) 3.860 Mitarbeiter/innen.[2]

Verbreitung

Vorerst wurde Twitter nur von berühmten Persönlichkeiten genutzt, bevor es seinen Weg auch zu uns in den Alltag, ins Berufs- und Privatleben fand. Der US-Schauspieler Ashton Kuttner ging 2009 eine Wette mit dem Nachrichtensender CNN ein, wer von beiden als erster 1.000 000 Follower haben würde und gewann die Wette. Twitter nimmt an jeder bedeutenden Veranstaltung rund um den Globus teil; sei es ein Wahlausschuss oder auch das Finalspiel der WM. In der Vergangenheit wurde Twitter aber tatsächlich zum größten Teil in der Politik eingesetzt, wie das ausschlaggebende Ergebnis der iranischen Präsidentschaftswahlen 2009 zeigte. Nur auf Wegen des blauen Vogels konnten sämtliche Mitteilung der eigentlich streng-geheimen Wahl übermittelt werden. Doch die Reichweite hat nicht immer Vorteile, da auf diesem Wege teilweise auch Informationen an die Oberfläche kommen, die nicht vorzeitig die Runde machen sollten, wie zum Beispiel die Wahl des deutschen Bundespräsidenten ebenfalls 2009, wofür Twitter viele Kritiker dazu gewann. Seitdem stieg die Wachstumsrate (fast) linear nach oben. Ende 2016 zählten Statistiken 317 Millionen Nutzer weltweit, was man aus den veröffentlichten Angaben des Unternehmens selbst ziehen kann. Auch im Marketingbereich ist Twitter inzwischen weit verbreitet, inzwischen haben rund 71 Prozent aller Online-Shops einen aktiven Twitteraccount.

Es haben sich inzwischen eigene Netzwerke innerhalb Twitter gebildet, wie beispielsweise Black Twitter.

Finanzierung

Anfänglich wurde Twitter über Investoren wie zum Beispiel Facebook Inc. und die russische Investmentgesellschaft Mail.ru Group finanziert.

Neben der Finanzierung durch Investoren finanziert sich Twitter fast ausschließlich durch Werbung. Im Jahr 2013 konnte das Unternehmen seine Werbeeinnahmen in den USA mit 2,89 USD pro US-Nutzer verzeichnen.

Des Weiteren gehören zu seinen weiteren Erlösquellen unter anderem Werbeformen wie zum Beispiel spezielle Unternehmensaccounts, die im Jahr ca. 25.000 USD kosten sollen.

Darüber hinaus generiert Twitter durch kommerzielle Partnerschaften mit Analysefirmen weitere Umsätze. Diese dürfen gegen Bezahlung auf Twitters Datenstrom zugreifen. Der erste Vertrag hierzu wurde zwischen Twitter und Gnip im Jahr 2010 abgeschlossen. Im Jahr 2011 soll ein weiterer Vertrag in diese Richtung mit dem Unternehmen Mediashift abgeschlossen worden sein.

Ein Börsengang ließ sich Twitter nicht nehmen und ging Anfang November 2013 mit einem Erlös von 1,82 Milliarden Dollar an die Börse (WKN: A1W6XZ / ISIN: US90184L1026).

Funktionen

Tweet Ein Tweet ist auf 140 Zeichen begrenzt und wird in Echtzeit gepostet. Standardmässig sind die Tweets öffentlich. Es besteht aber auch die Möglichkeit diese nur für bestimmte Follower zugänglich zu machen.

Hashtag Der Hashtag (#) wird immer vor ein Wort gesetzt, das somit markiert und auch verschlagwortet wird. Twitterbeiträge können auch anhand von Hashtags gesucht und gefunden werden

Retweeten Retweeten wird das Teilen eines Tweets genannt.

Liken Das Prinzip des "Likens" eines Beitrages funktiniert hier über das Herzchen-Symbol. Damit bringt man zum Ausdruck, dass einem der gelikte Beiträg gefällt.

Follower Seiten von Personen, Organisationen etc. die einen interessieren und gefallen kann man Folgen (engl. to follow). So erhält man automtisch immer eine Nachricht, wenn etwas neues getwittert wurde.

eigene Listen Um benutzerdefinierte Gruppen zu bekommen kann man sich Twitter-Listen hierfür erstellen und zudem auch einstellen ob diese privat oder öffentlich sein soll.

Direktnachricht Jeder kann einem anderen Nutzer auch private Direktnachrichten senden, die von der Öffentlichkeit nicht einsehbar sind.

Timeline Hier werden die Twitteraccounts angezeigt, denen man folgt. Ganz nach dem Echtzeitprinzip werden hier die aktuellsten Tweets angezeigt.

Tweet einbinden Sowohl eigene als auch die Tweets anderer Nutzer lassen sich über einen von Twitter angebotenen Embed-Code direkt in eine Webseite integrieren. Dafür wählt man beim zu zitierenden Tweet den Menüpunkt „Tweet einbetten“, kopiert den generierten Code und fügt diesen an beliebiger Stelle auf der Webseite ein. Alle enthaltenen Links des eingebetteten Tweets bleiben anklickbar. Leser der Webseite können, sofern sie einen Twitter Account haben und in diesem eingeloggt sind, dem zitierten Twitter User direkt von der Webseite folgen, den Tweet beantworten, retweeten und favorisieren.[3]

Moments Mit Twitter Moments können seit September 2016 mit Tweets kleine Geschichten erzählt werden. Man kann den Geschichten anderer Twitter Nutzer folgen oder eigene Geschichten erstellen. Beim Zusammenstellen des Moments kann man zwischen Tweets vom eigenen Account, favorisierten und fremden Tweets wählen. Die gesammelten Tweets lassen sich anschließend neu anordnen. Zusätzlich anzugeben sind ein Titel sowie optional eine kurze Beschreibung der Geschichte und ein Cover Bild. Auch eine Design-Farbe lässt sich auswählen. Es ist auch möglich, den Moment privat über eine URL zu teilen, er wird dann nicht auf der Profilseite angezeigt oder auf Twitter veröffentlicht. Eine Veröffentlichung des Moments kann entweder aufgehoben oder der Moment vollständig vom Profil entfernt werden. [4]

Die wichtigsten Twitter-Befehle

@Nutzername bedeutet, dass man den Eintrag direkt an den Twitter-Nutzer nach dem @-Zeichen richtet – entweder als Auftakt einer Konversation oder als Antwort.

d Nutzername sendet ebenfalls eine direkte Nachricht an einen anderen Nutzer – allerdings unsichtbar für alle anderen. Hat der Empfänger erlaubt solche Nachrichten aufs Handy zu bekommen, lässt sich der Befehl auch als Gratis-SMS-Ersatz nutzen.

get Nutzername zeigt den jüngsten Eintrag des gesuchten Twitter-Nutzers an.

follow Nutzername sorgt dafür, dass man der betreffenden Person folgt, also künftig des Tweets mitliest.

leave Nutzername oder auch off Nutzername ist der Gegenbefehl dazu: Damit werden die Device-Updates des jeweiligen Nutzers wieder abgeschaltet.

off oder stop oder sleep ohne jeden Zusatz schaltet sämtliche Device-Updates aus.

on oder start oder wake schaltet sie wieder ein.

track Wort spült einem sämtliche künftigen Einträge zu, die das entsprechende Wort enthalten.

untrack Wort hebt den vorherigen Befehl wieder auf.

untrack all oder track off beendet die Nachverfolgung aller Suchbegriffe.

nudge Nutzername fordert die jeweilige Person auf, ein Update zu schreiben. Kann aber auch zur Nötigung missbraucht werden.

stats erzeugt eine kurze Statistik zum eigenen Account.

@followerpower sorgt dafür, dass der Beitrag die ganze Crowd erreicht. Hier kann man Fragen stellen, Gesuche schreiben oder einen anderen Beitrag generieren, bei dem man auf das Wissen der Crowd setzt.

Twitter Analytics

Seit Anfang des Jahres 2015 hat Twitter begonnen das Hauseigene Analysentool "Analytics" für alle Nutzer zugänging zu machen. Zuvor war es nur für Anzeigekunden freigeschaltet worden. Wenn der User eingeloggt ist, kann er entweder über das Menü mit einem Klick auf Analytics den Analyse-Bereich öffnen, oder durch Eingabe folgender URL: analytics.twitter.com zum Analyse-Bereich gelangen.

Bei neuen Accounts findet man den genannten Menüpunkt noch nicht. Erst nach ca. 30 Tagen erscheint dieser. In der Zwischenzeit ist jedoch die Übersicht immer über die URL analytics.twitter.com erreichbar.

Die Startseite der Analyse-Übersicht faßt folgende Daten der letzten 28 Tage zusammen:

  • Anzahl der Tweets
  • Tweet-Impressionen
  • Profilbesuche
  • Erwähnungen
  • Follower

Den Zeitraum (28 Tage) kann man in allen weiteren Übersichten anpassen. Außerdem befindet sich eine Ausführlichere Übersicht für jeden vergangenen und den laufenden Monat im unteren Bereich der Seite. Hierbei werden die obengenannten fünf Faktoren berücksichtigt. Zusätzlich werden für jeden Monat der Top-Tweet, der Top-Follower (Influencer) und die Top-Erwähnung aufgelistet.

Neben der Startseite befinden sich noch Tabs mit ausführlichen Analysen zu Tweets, der Zielgruppe, Veranstaltungen, außerdem findet man unter dem Menüpunkt Mehr Analysen zu Twitter Cards, Videos, dem App-Manager und Conversion Tracking.


Analyse-Tools für Twitter

Verschiedene Tools zum Erstellen von Statistiken und Analysen stehen bereit. Zum Beispiel (alphabetisch sortiert)

usw.

Monitoring über Twitter

Twitter bietet für das Monitoring von Unternehmen den starken Vorteil, dass hier öffentlich und in Echtzeit die Kommunikation über Marken abläuft. Für Unternehmen ist es deshalb empfehlenswert, die Kommunikation auf Twitter zu zu überwachen. Hierdurch können sowohl Probleme in der Markenwahrnehmung frühzeitig festgestellt werden, als auch die eigene Marke mit konkurrierenden Marken verglichen werden.

Es gibt folgende Möglichkeiten zum Monitoring selbst definierter Suchworte über Twitter:

Folgende Sites bietet eine Echtzeit-Suche nach selbst definierten Suchwörtern, wobei die Selektion auf Twitter möglich ist:

TinyURL bzw. TwitURL

TinyURL ist ein sogenannter URL-Shorter. Da Twitter nur eine maximale Zeichenanzahl von 140 Zeichen erlaubt und URLs teilweise sehr lang sein können, ist es sinnvoll bei (Twitter)-Verweisen zu anderen Webseiten einen sogenannten URL-Shorter einzusetzen. TinyURL ist einer dieser Url-Shorter, die Funktion ist denkbar "einfach", TinyURL [5] wandelt zu lange Links in kurze sogenannte geshortete URLs um. Dadurch bedingt werden lange Internetadressen in kurze URLs umgewandelt und im weiteren Verlauf innerhalb der erlaubten 140 Zeichen eingefügt. TinyURL ist mit den meisten Web-Browsern und Plattformen kompatibel, solange JavaScript aktiviert ist.

URL-Shorter wie TinyURL haben einerseits den Vorteil, das die Webadressen auf den ersten Blick nicht erkannt werden können und somit z.B. Affilliate-Links nicht gleich ersichtlich sind. Der Nachteil bsteht darin, das manche User eine krypitische URL als nicht vertrauenswürdig einstufen und somit keinen Klick auf die geshortete (Tiny)URL generieren.

Widgets

Integration in Betriebssysteme

Mac OS

Als eines der ersten Betriebssysteme für Personal Computer, bietet Apples Mac OS X eine feste Integration des Kurznachrichtendienstes Twitter an. Die Funktionen wurden mit dem Update Mountain Lion, im Februar 2012 eingeführt. Nachdem man sich in den Systemeinstellungen des Betriebssystems mit seinen Twitter Accountdaten angemeldet hat, stehen einem verschiedene benutzerfreundliche Möglichkeiten zu Verfügung, einen Tweet zu versenden.

So kann man beispielsweise direkt aus "Safari" eine URL (die der aktuelle geöffneten Webseite) oder ein Bild aus der Vorschau heraus twittern. Des Weiteren wurde die Funktion in viele andere Programme eingebunden. Zum Beispiel den Finder oder die Mitteilungszentrale.

API

Twitter bietet an Hand einer API verschiedene Informationen rund um ihre eigene Plattform. Unter anderem lassen sich damit die letzten Tweets anzeigen, andere User im Netzwerk suchen und diesen bei Bedarf auch gleich folgen. Bis 2012 lieferte diese API auch noch eine Funktion zum Auslesen des verwendeten Twitter-Clients. Diese und weitere Funktionen wurden seit der API Version 1.1 jedoch eingeschränkt, da Twitter zukünftig mehr Kontrolle über die versendeten Tweets haben möchte.

Schnittstellen zum Social Web

Twitter ist eine sehr begehrte Micro-Blogging-Plattform, die gerne aufgrund der vielen Verknüpfungsmöglichkeiten im Social Web mit anderen Plattformen verknüpft wird. Die sogenannte OAuth-Schnittstelle ermöglicht es, auf sichere Art und Weise externe Anwendungen, wie Apps und Clients, vom Anwender direkt über Twitter freizugeben. Eine Auflistung dieser Dienste findet man in den Settings des eigenen Twitteraccounts: [6]

Die öffentlichen Tweets können aufgrund von neuen integrierten Diensten, wie z.B. Twitpic oder Vine, automatisch ohne jeglichen Aufwand Fotos und Videos beinhalten.

Weitere Twitter-Verknüpfungen

Ein weiteres Instrument, das als Marketingstrategie verwendet werden kann ist das Twtpoll – Umfragetool bei Twitter. Hier kann man Umfragen durchgeführen, die bei Twitter, Facebook und anderen sozialen Netzwerken angeklickt werden können. Somit erhält man ein gezieltes Feedback zu bestimmten Themen. [Twtpoll] präsentiert Ihnen die Auswertung im Kreisdiagramm, Säulendiagramm oder Tabelle.

Sie können somit sogar komplexerere Umfragen mit verschiedenen Antwortoptionen starten und Ihre Zielgruppe zur Teilnahme motivieren. Aussagekraft gewinnen diese Dank der Auswertung demografischer Daten. Auch in diesem Fall reicht es, sich über das OAuth-Verfahren mit Ihrem Twitter-Account anzumelden. [7]

Twitter Cards

Twitter Cards sind eine von Twitter angebotene Möglichkeit, um das Aussehen der eigenen Tweets ansprechender zu gestalten. So können darüber bspw. Fotos, Videos oder andere Medieninhalte in den Tweet eingebunden werden. Aktuell (Stand Februar 2015) werden sieben Twitter Cards angeboten:

  • Die „Summary Card“ kann bspw. als Seitenvorschau genutzt werden und beinhaltet neben Titel und einer kurzen Beschreibung auch ein kleines Bild.
  • Bei der „Summary Card with Large Image“ ist das Bild größer und damit prominenter.
  • Die „Photo Card“ umfasst nur ein Bild.
  • Für mehrere Bilder wird die „Gallery Card“ angeboten.
  • Über die „App Card“ kann eine App angekündigt und heruntergeladen werden. Dabei können nicht nur der Name der App und der Download-Link sondern auch eine Beschreibung, die Bewertung der App und ihr Preis angezeigt werden.
  • Die „Player Card“ zeigt Multimedia-Inhalte an.
  • Die „Product Card“ wurde speziell entwickelt, um Produktinformationen darzustellen.

Um Twitter Cards zu nutzen, müssen auf der eigenen Webseite Metatags gesetzt sein und die Twitter Cards müssen für die eigene Domain zugelassen sein. Weitere Details zu Twitter Cards inkl. Analysemöglichkeiten gibt es auf der Twitter Developers Site.

Weitere Dienste

Twitter #Music

Am 18. April 2013 ging Twitter mit dem Musik-Empfehlungsdienst „Twitter #Music“ an den Start. [8] Dieser Dienst bietet wie iTunes und Spotify ein hauseigenes Musik-Ranking an. Das Ranking wurde hierbei nicht durch verkaufte Titel oder Alben, sondern durch die Beliebtheit der Künstler und der Songs in dem sozialen Netzwerk Twitter ermittelt. Twitter #Music soll nicht mit der eigentlichen Timeline von Twitter verschmelzen, sondern in einer gesonderten App und Website die bevorzugten Künstler und Songs anzeigen. Künstler können sich über Twitter #Music auch gleich ein eigenes Profil erstellen, und persönlichen Informationen und Songs für die User bereitstellen.

Die Idee hinter Twitter #Music war nicht, User primär Musik hören zu lassen, sondern neue Künstler und ihre Songs zu entdecken. Dies wurde durch die 90-Sekündige Vorschau umgesetzt, die Twitter #Music dem User anbot. Durch das Anklicken des Songs, wurde das 90-Sekündige Snippet (englisch: Schnipsel) abgespielt. Im Anschluss hat der User die Möglichkeit, den Track bei iTunes zu kaufen oder etwas zu diesem Song zu twittern. Der Dienst Twitter #Music war ebenfalls als mobile iOS-App verfügbar.

Twitter #Music war von Beginn an nur in der USA, Kanada, UK, Irland, Australien und Neuseeland verfügbar. Seit August 2013 dann auch in Deutschland. Bereits nach einem halben Jahr Twitter #Music war vorhersehbar, dass sich der Dienst aufgrund mangelnder Popularität nicht lange halten und somit von Twitter verband wird. Am 18.April 2014, genau ein Jahr nach der Veröffentlichung des Musik-Empfehlungsdienstes, stellt Twitter den Dienst komplett ein.

Twitter Mobile

Längst hat Twitter auch den Durchbruch auf mobilen Endgeräten geschafft. Für folgende Systeme bietet Twitter mobile Applikationen an[9]:

Nach einer offiziellen Studie, die Twitter in Kooperation mit compete veranlasst hat, verwenden 60 % der 200 Mio. monatlich aktiven Nutzer mobile Applikationen, um Tweets abzuschicken, Tweets anderer Nutzer zu favorisieren oder zu retweeten. 57 % der Befragten geben an in naher Zukunft Twitter weniger stationär zu verwenden, sondern mehr auf die mobilen Dienste umzusteigen.[10]

Twitter Header

Die größte Designänderung bei Twitter ist wohl der Header, der 2012 eingeführt und im Januar 2015 designtechnisch neu ausgerichtet wurde und in seinem jetzigen Erscheinen dem Facebook Hintergrundbild sehr ähnelt. Um seinen Header optimal auszurichten, sollte man die folgenden Werte benutzen:

Maximale Headergröße: 2560px x 600px

Minimale Headergröße: 1024px x 280px

Maximale Dateigröße: 3mb

Auf Smartphones und Tablets wird die Größe mittels Responsive Design angepasst.

Wie bei YouTube, Wordpress, Instagram und Facebook gibt es nun auch auf etlichen Seiten von Drittanbietern vorgefertigte Designtemplates für den Header. Sowohl kostenlos, als auch gegen Bezahlung.

Datenschutzbestimmungen

In der Datenschutzrichtlinie wird erläutert, wie und wann Informationen von Twitter erfasst, verwendet und weitergegeben werden, sobald der Dienst in Anspruch genommen wird. Aktuelle Version vom 21.10.2013.

Zusätzlich kann der registrierte Nutzer über eigene Account-Einstellungen auf seine persönlichen Daten zugreifen und diese ändern.

Twitter hat seine Datenschutzrichtlinie geändert. Die Neuregelungen treten ab dem 18.05.2015 in Kraft. Alle Nutzer, die die Dienste von Twitter ab diesem Datum nutzen, erklären sich mit den Änderungen einverstanden. Der Nutzer findet den Text der aktuellen Version unter Einstellungen ->Über -> Datenschutzrichtlinie. Die Änderungen betreffen die Funktionsweise der privaten Nachrichten Direct Message. Ab sofort können Messages von allen Nutzern, auch von Fremden, empfangen werden, egal, ob es sich dabei um Follower handelt oder nicht. Wenn in den persönlichen Einstellungen von Twitter der Hakens Direct Message gesetzt wird, können Nutzer Nachrichten von beliebigen Nutzern empfangen.

Quelle: t3n.de/news/twitter-direct-messages-allen-605988/ Moritz Stickler, 21.04.2015 " Twitter: So kannst Du Direct Messages von allen Nutzern empfangen - Follower oder nicht"

Zitat aus der Datenschutzrichtlinie von Twitter: "Einige Accounts, z. B. Firmen, haben eine Einstellung aktiviert, durch die sie von allen Personen Direktnachrichten empfangen können. An diese Nutzer kannst Du auch dann eine Direktnachricht senden, wenn sie Dir nicht folgen. Du kannst die Einstellung Direktnachrichten von allen Personen empfangen auf der Seite Sicherheits- und Datenschutzeinstellungen aktivieren."

Datenschutzdiskussion

Twitter ist Ende 2014 in den Fokus von Datenschützern geraten. Grund hierfür ist das sogenannte App-Diagramm: Die Twitter-App tut es jetzt Facebook und Google gleich und analysiert automatisch welche weiteren Apps noch auf dem Mobile Device installiert sind. Mit Hilfe der Auswertung dieser Daten können wertvolle Informationen über Vorlieben und Interessen gewonnen und so das Nutzerprofil präzisiert werden. Ziel des App-Diagramms ist es natürlich die Werbeeinnahmen des Dienstes zu erhöhen, da personalisierte Werbung teuer verkauft werden kann. Außerdem wird jedoch auch eine Steigerung der Mitgleideraktivität angestrebt.

Ein besonderer Kritikpunkt an dem Update der Twitter App ist zudem, dass der Nutzer der Anwendung der Aufzeichnung des App-Diagramms zwar widersprechen kann, diese Funktion jedoch explizit in den Einstellungen ausgeschaltet werden muss. Weitere Informationen über das App-Diagramm und Informationen über dessen Deaktivierung finden sich auf der deutschsprachigen Webseite von Twitter.

--NataschaBerlin (Diskussion) 18:45, 7. Jan. 2015 (CET)

Dauerbrenner Tweet-Länge

Seit seiner Lancierung wird die auf 140 Zeichen beschränkte Länge von Twitter-Tweets regelmässig in Frage gestellt. Anfangs 2016 wurden Überlegungen von Twitter öffentlich, mit dieser Tradition radikal brechen zu wollen und künftig Mitteilungen von bis zu 10‘000 Zeichen zu ermöglichen [11]. Wenige Monate später zerstreute Twitter diese Gerüchte, kündigte aber an, die Restriktionen etwas zu lockern [12]. Seit Herbst 2016 werden angefügte Dateien nicht mehr in die Zeichenlimite einbezogen, womit neu auch bei Tweets mit angefügten Fotos oder Videos die Texte tatsächlich bis zu 140 Zeichen lang sein können [13] [14].

Weblinks