WordPress

Aus Social-Media-ABC
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WordPress ist eine unter GNU General Public License (GPL) veröffentlichte freie Software zur Webseitenerstellung, die auf der Scriptsprache PHP basiert und eine MYSQL-Datenbank für die Speicherung der Inhalte benötigt.

Als Grundlage für WordPress dient ein Content Management System, bei dem Layout und Inhalt voneinander getrennt sind. Das hat den Vorteil, dass das Aussehen der Webseite nicht für jeden neuen Beitrag erneut erstellt werden muss.

Das Layout wird über Templates in Verbindung mit Cascading Style Sheets (CSS) gestaltet. Diese Dateien können entweder selbst erstellt oder vorgefertigte Templates von anderen Anbietern genutzt werden. Hier gibt es sowohl kostenfreie, als auch kostenpflichtige Angebote. WordPress kann entweder auf eigenem Webspace installiert oder das Hosting-Angebot auf http://wordpress.com WordPress.com genutzt werden. Das Unternehmen Automattic ging 2005 mit der Blog-Hosting-Plattform WordPress.com online. Hier kann kostenlos (in der Basisversion) ein eigenes Blog betrieben werden, wobei alle grundlegenden Funktionen von WordPress ebenso wie zahlreiche Layout-Varianten verfügbar sind. Kostenpflichtig ist jedoch das Aufschalten eines eigenen Domainnamens sowie das Einspielen eigener Templates bzw. das Anpassen der CSS-Dateien.

WordPress ist inzwischen mit großem Abstand zum weltweiten Marktführer aufgestiegen. Im April 2018 liefen bereits 60 % aller Websites, die mithilfe eines Content-Management-Systems erstellt werden, auf WordPress. Insgesamt entspricht das über einem Viertel aller Webseiten im Internet.[1]

Funktionen

Durch ihre Funktionen eignet sich WordPress besonders für Weblogs. Neben dieser Nutzung wird das System häufig auch für statische Webseiten eingesetzt, für größere Projekte wird insbesondere die fehlende Unterstützung für mehrsprachige Webseiten kritisiert. Nur über den Umweg der Multisite-Funktion lässt sich dieses Problem umgehen, hier muss jedoch für jede Sprache ein eigenes Blog erstellt werden.

Die Inhalte werden getrennt nach Seiten und Artikeln. Die Seiten sind statisch und dienen Inhalten, die stets erreichbar bleiben sollen und selten Aktualisierungen erfahren (z.B. Impressum oder Kontakt). Artikel hingegen sind datumsgebunden und wandern „nach unten“, sobald ein neuerer Artikel geschrieben wird. Damit sie aber dennoch über das Internet leichter erreichbar bleiben, werden ihnen Permanentlinks zugewiesen. Artikel können unterschiedlichen Kategorien zugeordnet und somit die Internetseite strukturiert werden.

Veröffentlichte Artikel werden zusätzlich zur Artikelansicht als Feeds in den Formaten RSS, RSS 2.0 und Atom angeboten. Außerdem können sie mit Tags versehen werden. Diese Schlagworte sollen die Auffindbarkeit und Einordnung des Artikels in ein Themengebiet erleichtern.

WordPress bietet außerdem eine Kommentarfunktion, die die Kommunikation auf dem Blog oder der Internetseite erhöht. Der Seiteninhaber kann entscheiden, ob die Kommentare automatisch freigeschaltet oder erst nach Kontrolle veröffentlicht werden sollen.

Die Navigation wird durch die Software automatisch erstellt, der Benutzer kann bestimmen, welche Seiten/Beiträge im Menü angezeigt werden sollen. WordPress bietet die Möglichkeit, verschiedene Nutzer zu erstellen (Administrator, Redakteur, Autor, Mitarbeiter, Abonnent), die mit unterschiedlichen Rechten versehen werden können, sodass ein einfaches Redaktionssystem erstellt werden kann.

Die Software verfügt über eine Linkverwaltung, zudem kann der Bloginhaber einen Blogroll erstellen, der seine Linkfavoriten anzeigt. Durch diese Funktion werden unterschiedliche Blogs miteinander vernetzt.

Durch externe Plugins kann WordPress um weitere Funktionen erweitert werden. Durch die Veröffentlichung unter GPL kann hier jeder mit php weitere Plugins erstellen, sodass das Angebot an Erweiterungen ständig wächst. Diese Plugins können u.a. als Widgets in das Layout eingebunden werden.

Darüber hinaus bietet WordPress inzwischen auch spezielle Vernetzungs- und Interaktionsmöglichkeiten mit den neuen sozialen Netzwerken. Mittels besonderer Funktionen oder Plugins eröffnen sich weitere Möglichkeiten für den Einsatz von WordPress im Social Web. Durch das Sharing (Teilen) von WordPress-Inhalten in sozialen Netzwerken oder Microblogging-Diensten kann die Reichweite der ursprünglichen Seite erheblich gesteigert werden. Das Sharing wird technisch durch den Einsatz von speziellen Plugins umgesetzt. Wichtig ist dabei die Nutzung der Open Graph-Einstellungsmöglichkeiten im HTML-Kopfbereich der WordPress-Beiträge, durch die die Art und Weise der Darstellung bzw. Vorschau der Artikel im Social Web gesteuert werden kann. Plugins für Social Login ermöglichen es Besuchern sich mit ihren Benutzerprofilen aus sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook auf einer WordPress-Seite anzumelden, um dort Beiträge zu kommentieren. Allerdings sind bei der Verwendung sämtlicher Plugins zur Vernetzung von WordPress mit dem Social Web die datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu beachten und dementsprechende Einstellungen und rechtliche Hinweise vorzunehmen.[2]

Grafische Oberfläche

Man unterscheidet bei WordPress zwischen dem Frontend und dem Backend. Während das Backend nur der Administration dient, stellt das Frontend die Ansicht dar, die beim Aufruf des Blogs angezeigt wird.

Diese Ansicht lässt sich durch Themes schnell und einfach ändern. Umfangreiche Programmierkenntisse sind hierfür nicht notwendig.

Ein WordPress-Theme besteht aus einer Vielzahl von PHP-Dateien und HTML-Code. Die Installation eines Themes erfolgt wahlweise per FTP oder über das WordPress-Backend. Die Themes folgen hierbei einem immer gleichen Aufbau, was bei Änderungen am Theme sehr hilfreich ist. Die WordPress-Themes können direkt im Backend bearbeitet werden, allerdings verfügt der rudimentäre Editor nicht über eine Syntaxhervorhebung. (Diese lässt sich durch kostenfreie Plugins jedoch nachrüsten.)

Versionen

Aktuell liegt WordPress in der Version 3.4 vor. (Stand: Oktober 2012)

Die Administration findet im sogenannten Backend statt, welches man entweder über einen beliebigen Webbrowser oder mit dem Smartphone aufrufen kann. Somit ist man bei der Nutzung des CMS an einem PC an kein vorgegebenes Betriebssystem gebunden. Anders sieht es bei den mobilen Endgeräten aus. Hier muss man sich die jeweils angepasst Applikation für sein System herunterladen. Gegenwärtig gibt es Apps für iOS, Android, Windows Phone 7, BlackBerry OS, Symbian und HP webOS.

Weblinks