Influencer

Aus Social-Media-ABC
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Influencer sind der Personenkreis, dem eine gewisse Bekanntheit und ein besonderes Maß an Wirkung innerhalb der Community zugesprochen werden kann. Ihre Aktivitäten beeinflussen das Engagement anderer Mitglieder und können thematische Entwicklungen vorantreiben.


Beschreibung und genauere Betrachtung

Influencer (von engl. to influence = beeinflussen) sind bekannte Social Media Nutzer mit einer besonders hohen Präsenz und medialen Reichweite, welche diese nutzen, um auf ihren Social Media Kanälen Produkte oder Dienstleistungen von Unternehmen zu bewerben, mit denen sie für Marketing und Kommunikationszwecke zusammenarbeiten ("Influencer Marketing"). Unternehmen nutzen die Beliebtheit und den Vertrauensstatus, den Influencern bei Ihren Followern bzw. ihrer Community genießen, um den Bekanntheitsgrad Ihrer Produkte/Dienstleistungen/Marke besonders bei der jüngeren Zielgruppe zu erhöhen. Die derzeit erfolgreichsten Social Media Kanäle für Influencer Marketing sind Instagram, YouTube und TikTok.

Influencer können, aber müssen nicht zwingend, einen Expertenstatus haben. Sie können sich positiv und richtungsweisend in Themen einbringen, bzw. diese vorantreiben – können aber auch gewisse Thematiken negativ bei der Community beeinflussen und zum Auslaufen oder stoppen bringen. Meist jedoch verfügen Sie ueber ein positiv hohes Ansehen und/oder stehen im Rampenlicht eines bestimmten Netzwerkes oder einer Community.

„Aus diesen Gründen kommt ihnen eine Leitfunktion zu, zum Beispiel als Eliten, Autoritäten, Lobbyisten, Mentoren, Unternehmer-Persönlichkeiten, Journalisten, Analysten oder Vordenker und Macher. Wenn Influencer eine Nachricht streuen, dann erzeugt das:

1. Reichweite: Sie sind bekannt und kennen die „richtigen“ Leute 2.Relevanz: Sie geben nur Passendes an ihr soziales Netz weiter 3.Reputation: Sie umgeben sich nur mit dem „Besonderen“ 4.Resultate : Ihre Fürsprache führt Entscheidungen herbei“ [1]

Man unterscheidet innerhalb der Influencer zwischen „Beziehungsstarken Multiplikatoren“ und „Einflussnehmenden Meinungsfuehrern“. Der Unterschied liegt in der Qualität des Detailwissens und/oder dem vorhandenen Netzwerk in der „Szene“ der jeweiligen Community. „Einige Unternehmen nutzen das bereits für ihre eigenen Zwecke und fragen bei den Usern (Influencern) an, ob sie nicht vielleicht dies und jenes Produkt noch benötigen – häufig als Leihgabe oder aber auch zur Dauernutzung. Um die Ziele der immer größeren Begehrlichkeit, steigenden Abonnentenzahlen und mehr Likes zu erreichen, lassen sich die Social Media Influencer immer wieder neue Aktionen einfallen um aufzufallen und von den Freunden geteilt und so weiter an deren Freundesfreunde verbreitet zu werden.“ Siehe auch Artikel zum Thema [2] Influencer sind also Instrumente des Digitalen Marketings.

Für die Werbewirtschaft sind „Influencer [...] die neuen Supertargets im Marketing. Als Multiplikatoren und Meinungsführer stehen sie im Zentrum ihres eigenen Netzwerks und sind rege mit Anderen vernetzt. Sie stärken die Reputation eines Anbieters, verhelfen Produkten, Marken und Services zum schnellen Durchbruch und sichern so den Erfolg.“ [3]

Die Community selbst macht Influencer zu Onlinestars, die im Begriff sind auch die Offlinewelt zu erobern, das heisst auch auf Messen als Redner eingeladen werden, in TV Sendungen, im Radio zu hoeren sind, in den Printmedien erscheinen. Genauso schnell wie „anerkannt“ lässt die Community Influencer aber auch wieder fallen, wenn dieser inhaltlich nicht mehr auf die Community eingeht, sich auf seiner Reputation ausruht, nicht mehr für das steht was die Gemeinschaft/die Anhaenger gewohnt sind. Meist ist der Influencer ein Pionier auf seinem Gebiet, der sich durch Schnelligkeit und Authentizität auszeichnet.

R+I Creative, Paul Rojanathara und Davis Johnson haben eine Kurzdokumentation mit dem Titel „INFLUENCERS – How trends & creativity become contagious“ gedreht - hier sehr sehenswert ueber Vimeo [4] .

Influencer Marketing

In der Wirtschaft hat sich zunehmend die Erkenntnis durchgesetzt, dass Influencer entscheidend sind, wenn man auf sozialen Plattformen wahrgenommen werden will. [5]

Dies zeigt auch die Twitter-Influencer-Studie 2016. Twitter kommt zu dem Ergebnis: „Nearly 40% of Twitter users say they’ve made a purchase as a direct result of a Tweet from an influencer.” [6] Wenn es um Produktempfehlungen geht, so hören laut Studie 56 Prozent der Twitter-Nutzer auf ihre Freunde bzw. deren Empfehlungen. 49 Prozent vertrauen den Tweets von Influencern, die damit einen ähnlich hohen Wert wie Freunde erreichen. [7]

70% der Nutzer suchen laut aktuellen Studien aktiv nach Marken und Produkten. 37% folgen bis zu 5 Unternehmensaccounts und 32% sogar noch mehr.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Unternehmen Influencer für ihr Social-Media-Marketing nutzbar machen können:

Produktfotos: perfekte Inszenierung für Produkte anhand von aussagekräftigen Bildern. Insbesondere für neue Produkte.

Produktvideos: Einblicke hinter die Kulissen eines Unternehmens (z.B. Produktion, Shootings). Ankündigung für neue Produkte (oder für Salesaktionen). Das Testen von Produkten.

Verschiedene Tools wie zum Beispiel Klear, Bluenod oder InfluencerDB helfen dabei, Influencer zu identifizieren.

Influencer und Unternehmen

Influencer sorgen zum einen dafür, dass über ein Unternehmen gesprochen wird. Darüber hinaus bringen sie eine gewisse Wertigkeit mit in die Gespräche. Viele Influencer haben sich über einige Jahre hinweg nicht nur eine Sichtbarkeit/Reichweite für ihre Themen aufgebaut, sondern zugleich eine Vertrauensbasis. Sie kommunizieren nicht leichtfertig, sondern filtern die wichtigsten, interessantesten Inhalte aus der Masse heraus. Sie sind Experten für ihre Themen und können daher sehr gut einschätzen, welche Inhalte wirklich einen Mehrwert besitzen. Außerdem teilen sie nicht nur Inhalte, sondern stoßen Diskussionen an, bieten Hilfestellung und oft schreiben sie selbst Inhalte, in die sie ihre Expertise und Meinung einfließen lassen. Je länger man dieser Person schon folgt, um so mehr Vertrauen kann sich aufbauen.

Gehalt

Influencer arbeiten in den meisten Fällen freiberuflich oder selbstständig. Geld verdienen sie mit bezahlten Werbe-Postings und Produktplatzierungen, die sie in ihren Veröffentlichungen kenntlich machen müssen. Der Influencer erzielt seine Einnahmen in der Regel pro Post und je höher seine Follower-Zahlen, umso mehr kann er für seine Posts verlangen. Generell gilt die Regel: Je mehr Follower, umso höher der Verdienst. Das monatliche Gehalt variiert jedoch stark von Follower zu Follower und hängt von weiteren Faktoren ab, wie z.B. der Engagement Rate, der Laufzeit und dem Umfang des Postings, der Branche (Mode und Kosmetik werden besonders gut bezahlt). Außerdem spielt in die Kalkulation hinein, wie aufwendig die Produktion der jeweiligen Kampagne ist.

Ausbildungsweg

Eine Ausbildung oder ein Studium zum Influencer gibt es nicht, die meisten Influencer haben die notwendigen Fähigkeiten autodidaktisch erlernt. Selbstverständlich sind Influencer Experten auf den Gebieten Marketing & Social Media. Sie kennen sich mit dem Nutzungsverhalten Ihrer Community ebenso aus wie mit den Analysetools der jeweiligen Plattformen. Persönliche Eigenschaften wir Kreativität, Kommunikationsstärke und exzellente Rhetorik, Charisma, ein hoher Grad an Selbstmanagement und Disziplin sind ebenfalls Voraussetzung, um als Influencer erfolgreich zu sein. Was macht eigentlich ein Influencer?

Definition Influencer-Arten

Super-, Hero- oder Mega-Influencer

Diese Influencer haben Millionen­-Reichweiten und bieten höchste Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken.

Promi- oder Star-Influencer

haben allein aufgrund ihrer Prominenz außerhalb von Social Media eine riesige Fan-Community. Zu ihnen zählen Sportler, Film- und Popstars. Meist sind sie bereits im klassischen Testimonial-Geschäft unterwegs.

Macro-Influencer

haben eine hohe Reichweite (auf Instagram ab 50.000 bis 1 Mio. Follower), eine hohe Posting Frequenz, eine Engagement-Rate von 5 bis 25 Prozent und gelten als Vorbilder der Szene. Sie behandeln häufig mehrere Themen und setzen die Trends.

Micro-Influencer

Sind Experten bei bestimmten Themen, beispielsweise Blogger oder YouTuber mit Special-Interest-Kanälen. Sie gelten als sehr glaubwürdig und sind oft auf nur einem Kanal aktiv. Die Follower Zahlen liegen zwischen 10.000 und 40.000, die Engagement-Rate bei 25 bis 50 Prozent.

Nano-Influencer

Nano-Influencer sind meist interaktiv-freudige Nutzer und haben nur eine begrenzte Reichweite (unter 10.000 Follower). Ihnen wird eine hohe Autorität, Glaubwürdigkeit sowie starkes Engagement zugesprochen. Durch ihre kleinen Accounts haben sie eine sehr enge und persönliche Bindung zu ihren Followern, denn die geringe Anzahl an Nutzern ermöglicht es ihnen, sich direkt mit ihrer Community auszutauschen.

Rising Influencer werden als die Talente der Zukunft mit wachsenden Followerzahlen "gehandelt" und bekommen daher von Unternehmen besondere Beachtung.

Kritik

In den letzten Jahren wurde die Kritik gegenüber Influencern immer lauter. Neben den Vorwürfen der Verbreitung von Schleichwerbung werden auch immer mehr die Verdienste der Influencer in Frage gestellt. Viele in der Gesellschaft finden es übertrieben, dass Influencer für vermeintlich ein paar Bilder oder Videos einen bis zu 6-stelligen Betrag kassieren. Dies kommt nicht bei allen gut an und so werden Kritiken laut, dass immer mehr Kinder und Jugendliche durch Influencer keine Ausbildungsberufe mehr lernen, sondern ebenfalls Internetstars werden wollen. Die Community möchte ebenfalls ein so aufregendes Leben wie ihr Idol führen und versucht aus dem Kinderzimmer heraus ein Star zu werden, in dem sie Videos hochladen und dabei oft auch gar nicht an die Folgen für die Privatsphäre denken. 

Ein weiter großer Kritikpunkt sind die psychischen Auswirkungen auf Follower: Die typischen Influencer sehen perfekt aus, haben eine tolle Figur, keine Makel und reisen viel. Gerade Kinder und Jugendliche lassen sich davon massiv beeinflussen und glauben oft, dass sie selbst nicht in Ordnung sind, wenn sie anders aussehen als ihr Idol. Psychische Probleme und Depressionen aufgrund von Influencern sind keine Seltenheit mehr, hin zu kommt der ständige Druck, immer und überall online dabei sein zu müssen, um nichts zu verpassen (Social-Media-Sucht).

Im Gegensatz dazu gibt es aber auch immer mehr Influencer, die ihre Reichweite für wichtige Themen wie Inklusion, Rassismus, Naturschutz, positives Mindset oder Nachhaltigkeit nutzen.

Beispiele für Deutsche Influencer

bikinisandpassports: Fashion, Lifestyle, Travel & more

ketchembunnis: Fashion, Lifestyle, Travel & more

LenaTerlutter: Fashion & Interior

daridaria: vegane Ernährung, bewusster Leben

Bibi: Beauty and Lifestyle

Weblinks

Aufgaben eines Influencers

Ein Influencer hat viele verschiedene Aufgaben, zum Einen postet er regelmäßig neue Fotos, macht ständig neue Storys und hält uns mit den News über sich, auf dem Laufenden. Er wirbt zudem auch noch mit bezahlten Kooperationen. Diese Kooperationen nutzt er um aktuelle Produkte wie Mode, Beauty- oder Lifestyleprodukte zu vermarkten. Dafür bekommt er einen Produktcode für seine Follower, die dann Prozente auf die Waren bekommen. Somit steigt auch die Bekanntheit eines ,,Influencers``. Die Ware darf er dann behalten. Auch ein großes Aufgabengebiet ist YouTube.

Mit YouTube verdienen sie das meiste Geld. Das passiert durch die Anzahl der Zuschauer umso mehr umso besser. Je bekannter die Person ist, darf sie auch Werbung in den Videos schalten, dass führt zusätzlich nochmal zu mehr Einnahmen. Nun aber erstmal, wie entsteht eigentlich so ein ,,Video´´?

Man muss erst Material filmen dieses dann schneiden und bearbeiten. Dann kann man es auf der Plattform hochladen. Zu guter Letzt, werben Influencer auch für Gewinnspiele oder machen auch Werbung über Reisen und berichten über ihre Erlegnisse.


https://www.youtube.com/watch?v=SdQUGHqvg-s

https://www.youtube.com/watch?v=4JE4wPP5_Z0