Community Manager

Aus Social-Media-ABC
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Community-Manager (kurz CM oder CoMa; Abgeleitet aus Community-Management) ist die Bezeichnung für einen Verantwortlichen im Bereich der Kommunikation und Interaktion mit der Community.

Ziele und Aufgaben

Das Ziel des Community-Managers sollte es in erster Linie sein, den Informationsfluss zwischen Betreiber der Community und der Community selbst zu gewährleisten. In diesem Aufgabenfeld ist es von nöten, dass er die Gespräche auf der Plattform der Community leitet, Impulse zur Diskussion setzt und Impulse anderer unterstützt. Dabei wird stets eine nutzbringende und sinnvolle Kommunikation mit den Mitgliedern angestrebt.

Der Community-Manager wird meist von den Mitgliedern zuerst wahrgenommen, sodass er als Repräsentant für die Marke oder das Produkt steht. Die Aufgaben eines Community-Managers können sich je nach Einsatzgebiet über verschiedene Bereiche erstrecken. Während Einige sich auch im Bereich Marketing und PR bewegen, gibt es auch diejenigen, welche ausschließlich den Kundensupport gewährleisten sollen.

Man darf aber nicht Kundensupport mit Community-Management verwechseln.

Dem Community-Manager liegen Berichte aus verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens vor. Einige Strategien hängen davon ab, wie die aktuelle Stimmung der Community ist oder welche Vorschläge von der Community kommen. Der Community-Manager kann auch eine wichtige Rolle bei den Entscheidungen eines Unternehmens spielen, da er die Stimme der Community ist und für die Community spricht.

Einige Community-Manager betreuen Teams von freiwilligen Moderatoren, die mit der Community einer Marke oder einem Produkt kommunizieren und sich austauschen. Freiwillige Moderatoren müssen rekrutiert und trainiert werden.

Wenn der Community Manager eine internationale Marke oder Produkt repräsentiert, gibt es den sogenannten International Community Manager (kurz ICM), der zuständig ist für ein bestimmtes Land bzw. eine Sprache, die er spricht. Er kann aber auch bei lokalen Themen tätig sein.

Entwicklung

Das Berufsbild des Community-Managers prägt sich Jahr für Jahr weiter von selbst. So begann es anfangs mit großen Communitys und Foren, so möchte heutzutage fast keine Marke mehr auf das Web 2.0 verzichten, d.h. auf einen Community-Manager. Die Nachfrage ist hoch, doch der Nachwuchs fehlt. Grund dafür ist wahrscheinlich die mangelnde Bekanntheit des Berufsbildes.

Die Nachfrage nach Community-Managern steigen immer weiter. Es wird für Marken und Produkte immer wichtiger, sich auch im Internet zu aktivieren und zu zeigen. Um seine Fans, Follower, Mitglieder oder Leser geschickt zu betreuen und aus ihnen Nutzen ziehen zu können, werden Fachkräfte in diesem Bereich benötigt. Aktuell gibt es keine anerkannte Ausbildung für Community-Manager. IN der Praxis wird häufig ein Studium im Bereich Marketing, Wirtschaftsinformatik oder Kommunikation vorausgesetzt.

Das Community-Management ist ein Teil des Social-Media-Managements. Während sich das Social-Media-Management noch mit weiteren Teilen der Unternehmenspräsentation im weltweiten Netz beschäftigt, so beschränkt sich der Community-Manager hauptsächlich erstmal auf die ihm Übertragene Community. Ob Blog, Portal, Support- oder Diskussionsforum.

Persönliche Voraussetzungen

Um Chat-Gruppen zu koordinieren, Informationsflüsse zu steuern und Gespräche auf unterschiedlichen Plattformen zu leiten, ist es notwendig, dass ein Community Manager über unterschiedliche Stärken verfügt.

Die wohl wichtigste Eigenschaft des Community Managers ist die Begeisterung für die eigene Marke. Mit seinem hohen Maß an Motivation schafft er es, auch andere User zu motivieren und für eine Sache zu begeistern.

Da dieser Job jedoch noch kein anerkannter Ausbildungsberuf ist, kommt es hierbei vor allen Dingen auf persönliche Ambition und den Willen zur Weiterentwicklung an. Der Community Manager als Repräsentant für eine Marke oder ein Produkt gilt als Respektperson und soll als solche auch wahrgenommen werden. Nicht selten ist er auch erster Ansprechpartner, wenn es um Probleme geht. In Diskussionen agiert er ruhig und besonnen. Deeskalation ist ein großes Feld, auf dem er mit Rhetorik glänzen muss und sich der Belange der User annimmt. Dabei ist es wichtig, dass er nicht hitzköpfig in Diskussionen einsteigt, sondern diese auflöst und mit den Betroffenen direkt – via E-Mail beispielsweise – Konflikte lösen kann. Im Idealfall sind Community Manager empathisch und besitzen ein hohes Maß an Feinfühligkeit. So sollten sie am Schreibstil einer Person erkennen, in welche Richtung der User mit seinen Argumenten gehen möchte und schreiten hier bei der Entwicklung eines Konflikts schon zu Beginn ein, um mögliche Streitereien zu unterbinden. Aber nicht nur in Streitfällen beteiligt sich der Community Manager an Diskussionen – aufgrund seiner sehr guten kommunikativen Fähigkeiten fördert er Gesprächsrunden, kommuniziert mit Usern und/oder Kunden und führt so Gespräche fort. Die Grundvoraussetzung hierfür ist ein sehr gutes Schriftbild und Verständnis für die deutsche Sprache und Rechtschreibung.

Als Community Manager wird ein hohes Maß an Eigenverantwortung vorausgesetzt und die Fähigkeit, Aufgaben an User verteilen zu können. Der Community Manager besitzt ein hohes Maß an Koordinationsvermögen und Organisationstalent. Um verschiedenste Foren und Chat-Gruppen im Auge zu behalten, sollte der Community Manager regelmäßig in allen ihn betreffenden Plattformen unterwegs sein. Eine Affinität zu diversen Plattformen und die Neugierde nach der Community sind unabdingbar.

Obwohl der Community Manager kein Ausbildungsberuf ist, sind Unternehmen auf der Suche nach Personen, die diesen Arbeitsplatz ausfüllen können.


Weblinks

"Berufsbild Community Manager"

Bundesverband Community Management e.V.

Blogbeitrag: "Was braucht man zum Community Manager?"