Curation Rotation

Aus Social-Media-ABC
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Unter dem Begriff Curation Rotation versteht man die wechselnde Zuständigkeit für die Veröffentlichung von Inhalten eines Social Media Kanals. Der Kanal bleibt immer derselbe, wird aber von wechselnden Personen bespielt. Sinngemäß übersetzen könnte man den Begriff daher beispielsweise als Rotierende Redaktion.
Die „Erfindung“ des Konzeptes der Curation Rotation wird von dem Twitter-Account @sweden [1] beansprucht, auf dem seit 2011 jede Woche eine andere Schwedin bzw. ein anderer Schwede twittert. Ziel ist, die Diversität des Landes und seiner Bevölkerung zu zeigen.

Warum Curation Rotation?

Curation Rotation profitiert von der Prämisse, dass verschiedene Personen sinnvoll zu einem vorgegebenen Thema beitragen können. Anders als bei Wikis, bei denen die Ansammlung von Wissen in einer Online-Enzyklopädie dokumentiert wird, funktioniert Curation Rotation aber in einer dynamischeren, kommunikativeren Weise und ist – je nach Ausprägung und verwendetem Kanal – auch sehr viel interaktiver. Im Grunde lebt aber auch Curation Rotation genau wie Wikis vom Open Knowledge Konzept und somit dem Teilen von Wissen.

Beispiel

Ein Beispiel für eine Curation Rotation ist das Twitter-Konto @wirlebenAC [2]. Hier wechseln wöchentlich die Redakteure und twittern über alles, was ihnen Spaß macht und/oder gerade einfällt. Die einzige Bedingung zur Teilnahme ist ein Bezug der Redakteurin oder des Redakteurs zur Stadt Aachen. Hieraus ergeben sich natürlich unglaublich viele Tipps und Informationen zur Stadt Aachen und ihrer Umgebung; beispielsweise Restaurants, Freizeitmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten, Historisches, Kurioses etc. Damit das Konto aber nicht nur zu einem Fundus an nützlichen Hinweisen für Besucher „verkommt“, wird auch viel Wert darauf gelegt, dass die Redakteure aus ihrem richtigen Leben berichten und sich untereinander vernetzen. Es ist eben kein touristisches Twitter-Konto, sondern ein Konto von und für diejenigen, die in der Stadt leben – wir leben Aachen. Die Redakteurs-Alumni sind entsprechend auch eine bunt gemischte Riege unterschiedlichster Personen. Da es bei Twitter eine Zeichenbeschränkung gibt, man manchmal aber doch ausführlicher berichten möchte, gibt es auch einen zugehörigen Blog. Hier bloggt jede Redakteurin bzw. jeder Redakteur in der Regel dreimal während seiner Curation Rotation.

Unterschied zu Social Curation

Anders als bei der Social Curation, bei der die neue Zusammenstellung und Veröffentlichung vorhandener Inhalte nach persönlichen Gesichtspunkten im Vordergrund steht (beispielsweise durch die Sammlung von Pins in einer eigenen, individuell zusammengestellten Pinnwand auf Pinterest), steht bei der Curation Rotation in der oben dargestellten Ausprägung die Kommunikation zwischen den Community-Mitgliedern im Vordergrund.


Weblinks