IPad

Aus Social-Media-ABC
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Begriff IPad dient als Markenname für einen Tablet-Computer der amerikanischen Hard- und Softwarefirma Apple. Es handelt sich dabei um ein flaches Aluminiumgehäuse mit berührungsempfindlichen und Gestengesteuertem Bildschirm.


Geschichte

Das IPad ist als Weiterentwicklung bzw. Ergänzung zum im Jahr 2007 eingeführten IPhone anzusehen. Erstmalig wurde das Ipad im Rahmen der Apple-Keynote von Steve Jobs im Januar 2010 vorgestellt und anschließend auf dem Markt eingeführt. Apple bietet dabei unterschiedliche Produktvarianten an, welche durch die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung in der Regel ein jährliches Update erfahren und dann als jeweils neues Modell auf dem Markt angeboten werden.

Tabletcomputer wurden schon früher, allerdings wenig erfolgreich, von unterschiedlichen Herstellern entwickelt, der Massendurchbruch gelang jedoch erst mit der Einführung des IPads. Ursächlich für den großen Erfolg sind in erster Linie die einfache Bedienung und die Nutzungsvielfalt bzw. leichte Individualisierbarkeit, auch mittels der Verwendung von Apps. Bis Ende 2016 konnte Apple inzwischen über 350.000.000 IPads verkaufen und durch das geschlossene Verkaufssystem mit dem firmeneigenen App-Store weitere, extrem hohe Folgeerlöse generieren.

In der Konsequenz haben sich Tablet-Computer inzwischen als feste Geräteklasse etabliert und werden so auch von vielen Konkurrenten erfolgreich angeboten.


Technik und Bedienung

Beim IPad handelt es sich um einen mobilen Computer in unterschiedlichen Größen mit festverbautem Akku, welcher eine Laufzeit von bis zu 10 Stunden ermöglicht. Aktuell sind die Varianten IPad Mini4, IPad und IPad Pro verfügbar, in unterschiedlichen Farben und mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten. Wählbar ist zudem entweder die Integration von WLan oder WLan+Celluar, zur Nutzung im Mobilfunknetz. Im Gegensatz zum Iphone sind mit dem IPad jedoch keine klassischen Telefonate möglich. Videotelefonie ist jedoch per Skype oder mit anderen Applenutzern per Facetime möglich. Das das IPad über keine Usb-Anschlüsse oder Kartensteckplätze verfügt, ist grundsätzlich keine Erweiterung des Speichers bsp. durch Usb-Sticks möglich.

In erster Linie werden alle Funktionen des IPad durch Tippen oder durch Multitouchgesten mit den Fingern direkt auf der Bildschirmoberfläche ausgewählt, gesteuert und bedient. Eine physische Tastatur existiert nicht, diese wird bei Bedarf virtuell auf dem Bildschirm eingeblendet. Zusätzlich gibt es am Seitenrand einen EIN-/Ausschalter und einen Wippschalter für die Regelung der Lautstärke der eingebauten Lautsprecher. Außerdem verfügt das IPad über einen Home-Button, über den das Gerät aus dem Standby-Modus aktiviert, Programme beendet und zur Benutzeroberfläche zurückgekehrt oder eine Übersicht aller aktuell laufenden oder kürzlich verwendeten Programme angezeigt werden kann. Das Betriebssystem ist multitaskingfähig, so dass mehrere Anwendungen gleichzeitig ausgeführt werden können. Eine Kamera befindet sich jeweils an der Vorder- und an der Rückseite. Alle Modelle verfügen über einen Touch-ID-Sensor auf dem Home-Button mit dem sich der Nutzer per Fingerabdruck identifizieren und das Ipad entsperren kann, sowie einen Kopfhöreranschluss. Grundsätzlich ist das IPad als persönliches Gerät für einen Nutzer konzipiert, d.h. es können keine unterschiedlichen Benutzerkonten angelegt und verwaltet werden und alle zugreifenden Nutzer teilen sich daher die vorhandenen Daten und Einstellungen bzw. haben gemeinsam Zugriff darauf.


Software

Als Betriebssystem verwendet das Ipad ausschließlich das hauseigene IOS. Andere Betriebssysteme können nicht genutzt werden. Neben der vorinstallierten Software können jederzeit weitere Programme (Apps) , allerdings ausschließlich, aus dem App-Store der Firma Apple, bezogen werden. Der Appstore verfügt derzeit über mehr als 1 Million Apps. Über das integrierte ITunes können zudem Videos ausgeliehen und gekauft und Lieder und EBooks erworben und auf dem Ipad gespeichert werden. Auch das Abbonieren von Podcasts ist möglich. Über die Apple-Cloud (ICloud) können Inhalte zudem gespeichert, mit anderen Apple-Geräten synchronisiert / geteilt und Backups erstellt werden.


Zubehör

Für das IPad steht unzähliges Zubehör für die unterschiedlichsten Zwecke von unterschiedlichen Herstellern zur Verfügung. Apple selbst hält dabei folgende Produkte vor:

Tastatur

Für das IPad Pro stellt Apple eine eigene, in einem Schutzcover integrierte Tastatur (Smart Keyboard) zur Verfügung.

Kabel / Adapter

Durch unterschiedliche Kabel / Adapter ist es möglich eine Digitalkamera anzuschließen oder SD-Cards auszulesen. Auch die Verbindung zu einem Monitor oder einem Beamer ist möglich.

Pencil

Seit 2015 ist neben der Verwendung der Finger die Nutzung eines aktiven Eingabestifts, dem Apple Pencil, beim IPad Pro möglich, der zum Schreiben, zeichnen und malen genutzt werden kann. Dabei können durch den Druck und den Neigungswinkel unterschiedliche Effekte erzielt werden.

Schutzcover

Als Zubehör für das Ipad stehen diverse Schutzcover in unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung, teilweise mit der Möglichkeit das Cover umzuklappen und das IPad dadurch vertikal frei aufzustellen.

Kritik

Das IPad wird, ähnlich wie das iPhone, immer wieder nicht nur wegen des hohen Preises bzw. der hohen Gewinnspanne von Apple kritisiert, sondern auch dafür, dass es keine Erweiterungsmöglichkeiten durch USB- und Kartenanschlüsse bietet. Bemängelt werden zudem die fehlende Möglichkeit das festverbaute Akku selbst zu wechseln, sowie das geschlossene Geschäftsmodell, welche Kunden dazu zwingt, weitere Inhalte ausschließlich über den App-Store beziehen zu müssen.

Wie bei allen Apple-Produkten stehen zudem die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern, wie bsp. Foxconn, immer wieder im Zentrum der Kritik und auch die Strategien zur Vermeidung von Steuerzahlungen werden angeprangert.


Weblinks

https://www.apple.com/de/ipad/

https://www.youtube.com/watch?v=jrkIT5zhEmM

http://www.computerbild.de/artikel/cb-Tests-PC-Hardware-Tablet-Test-6004988.html

http://www.zdnet.de/88277675/china-labor-watch-arbeitsbedingungen-bei-apple-zulieferern-verschlechtern-sich-noch/

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/apple-in-irland-50-euro-steuern-fuer-eine-million-euro-gewinn-a-1110150.html