Vutuv

Aus Social-Media-ABC
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Vutuv ist eine deutsche Open-Source-Alternative zu den Karrierenetzwerken LinkedIn und XING des Entwicklers Stefan Wintermeyer mit einigen Besonderheiten:

Magic Link

Es gibt keine Anmeldung mit Passwörtern, sondern allein per Email-Adresse und einem sogenannten „Magic Link“. Dieser kommt per Email, ist 60 Minuten gültig, innerhalb derer man sich einloggen muss; einmal registriert kann man diesen Link 90 Tage verwenden, dann ist ein neuer fällig. Es sei denn, man bleibt eingeloggt.

Geschwindigkeit

Das auffälligste Feature des Dienstes ist die Geschwindigkeit bei den Ladezeiten. Diese wird vor allem durch die strikte Obergrenze von maximal 28 KB für jede einzelne Seite erreicht. Das prädestiniert den Dienst für mobiles Internet, gerade auch in Gegenden ohne Breitbandausbau. Außerdem bleibt die Serverlast sehr gering, so dass für den Betreiber weniger Kosten entstehen.

Kosten

Der Dienst ist momentan werbefinanziert. Diese arbeitet aber unauffällig, ohne Pop-ups und ohne ständig für Premium-Accounts zu werben. Solche gibt es nämlich nicht. Alle Funktionen sind für alle Nutzer gleichermaßen freigeschaltet. Allerdings unterscheidet Vutuv zwischen wirklichen Menschen und Robotern oder Fakeaccounts – diese sind zwar ausdrücklich erlaubt (um z.B. verfolgten Menschen den Schutz der Anonymisierung zu gewähren), haben aber weniger Funktionen als „verifizierte“ echte Menschen. Momentan ist neben dem Entwickler ein 5-köpfiges Team für das Projekt zuständig: Oliver Andrich (Germany), Chris Freeze (USA), Christian Frørup (Denmark), Kasper Tideman (Denmark), Max Mai (Germany), Lennex Zinyando (Zimbabwe)

Features

Der Dienst steht momentan auf Englisch und Deutsch zur Verfügung und bietet neben der Überschrift und der Möglichkeit ein Bild hochzuladen, insgesamt 11 Felder nach Art einer Visitenkarte, um sich selbst darzustellen und sich mit anderen Teilnehmern zu verbinden. Etwas Besonderes bietet das Feld „Fähigkeiten/Skills“. Hier kann man nach Belieben eigene Stärken und Fähigkeiten eintragen. Diese werden mit einer Art Like-Button versehen, die wiederum andere Mitglieder „upvoten“ können. Darunter finden sich die Felder „Followers“ und „Following“. Da es zwei Felder gibt, muss man sich nicht gegenseitig folgen, sondern kann Personen folgen, die einem selbst nicht folgen. Allerdings ist der Dienst erst im September 2016 gestartet, deshalb gibt es noch nicht viele Teilnehmer – ein Netzwerk steht und fällt aber mit der Mitgliederzahl – dieser Dienst, sowie auch die Suchfunktion, wird ihre Nützlichkeit erst noch unter Beweis stellen müssen. Dazu kommen die Felder „Lebenslauf“, „Telefonnummern“, „Links“, „Adressen“, „Kontakt“, „Allgemeines“, „Social Media“ und „Export“. Dieser letzte Punkt bietet die Möglichkeit alle Daten per Vcard herunterzuladen und so einfach weiterzuverwenden. Für alle Felder gilt: Man kann, muss aber nichts eintragen.

Fazit

Eine schnelle, unkomplizierte und kostenlose Alternative zu Karrierenetzwerken, die aber nach jetzigem Stand (23.11.16) noch nicht viel mehr bietet als eine Online-Visitenkarte. Mit steigender Mitgliederzahl wird sich zeigen ob dieser Dienst eine ernsthafte Alternative zu den großen Netzwerken sein kann. Für die Zukunft sind weitere Features angekündigt, wie z.B. ein nicht-öffentlicher Bereich.

Weblinks

  • Blog des Entwicklers: Blog
  • Pressestimmen: Pro-Linux (Pro-Linux vom 22.11.2016), PC-Welt (PC-Welt vom 22.11.2016)

Quellcode: Github

--M.Bergner (Diskussion) 10:31, 1. Dez. 2016 (CET)