Twittagessen

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Die Applikation Twittagessen [1] (ein Neologismus aus „Twitter“ und „Mittagessen“) wurde als Verabredungstool für Twitter im Mai 2009 von Roman Zenner und Christoph Zillgens ins Leben gerufen, damit ein organisiertes „Offline-Treffen“ unter Twitterern stattfinden kann. Beide haben sich an dem belgischen Pendant Twunch.be [2] orientiert und innerhalb kürzester Zeit großen Anklang unter der twitternden deutschen Bevölkerung gefunden.


Die Idee

Laut eigener Aussage, entstand die Idee des Twittagessens aus folgendem Gedanken: „Mensch, es müsste doch eine Möglichkeit geben, Leute ausfindig zu machen, die wie wir mal aus dem einsamen Büro raus wollen um ein bisschen mit anderen zu quatschen.“ Aus diesem Gedanken heraus bildete sich eine Idee, welche von Roman Zenner anschließend Programmiert wurde und das Webdesign von Christoph Zillgens erhielt. Die Applikation ist für alle Twitter-User zugänglich und jeder der @twittagessen [3] folgt, bekommt jedes mal die Information, wann und wo ein solches Twittagessen stattfindet. Und selbstverständlich sind diese Veranstaltungen nicht nur an das Mittagessen gebunden. Es wird ebenso gebruncht, gefrühstückt und zu Abend gegessen.


Die Treffen

Die Treffen stellen ein lockeres zusammensitzen von Twitter-Usern, die sich mehr oder weniger persönlich kennen und eine Mahlzeit miteinander einnehmen wollen, dar. Und um ein paar Zahlen zu nennen: Nach knapp 3 1/2-jährigem Bestehen des Twittagessens fanden deutschlandweit bereits über 780 Twittagessen mit mindestens 2 Personen, in 607 Locations und über 3800 Personen statt. Das Maximum wurde am 28.05.2010 um 19:30 Uhr in Bochum am Bratwursthaus mit 80 Personen erreicht.


Und so geht’s

Es gibt zwei Methoden um am Twittagessen teilzunehmen. In der ersten Variante sucht der User aktiv nach einem Twittagessen in einer Stadt oder einer Location seiner Wahl, welches bereits besteht. Dies wird gleich auf der Startseite angezeigt. Mit einem Klick auf das + können Details eingesehen werden und mit dem anschließenden Teilnahme-Button wird der Teilnehmer automatisch zu seinem Twitter-Account weitergeleitet, auf welchem er sich anmeldet und somit Teil des Twittagessens wird.

In der zweiten Variante kann der Twitterer selbst ein Twittagessen anlegen. Zuerst gibt der User eine Stadt ein und was er essen möchte, beispielsweise „München“ und „chinesisch“. Dabei hilft eine Qype-basierte-Suche nach dem geeigneten Lokal, in welcher bereits der Lageplan mit Detaills und Bewertungen vorliegt. Jetzt kann eine Lokalität ausgewählt und der gewünschte Termin mit Datum und Uhrzeit versehen werden. Mit dem Button „Anlegen“ öffnet sich ein Fenster um sich bei Twitter anzumelden und folgenden ähnlichen Link mit seinen Followern zu teilen: „Ich bin dabei: #München am 30.12.16 um 13:00h http://twittagessen.de/detail/8383 #twittagessen-8383“


Die Applikation heute

Aus Zeitgründen mussten Roman Zenner und Christoph Zillgens ihr Projekt abgeben und lassen es mittlerweile von der aachener Digitalagentur Westwerk betreuen. Derzeit ist Twittagessen nur in Deutschland verfügbar, es wird aber diskutiert, dies auf den gesamten deutschsprachingen Raum auszuweiten.


Quellen


Weblinks