Tempora

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Am 21.Juni 2013 veröffentlichte die britische Zeitung "The Guardian" einen Bericht, in dem der amerikanische ex CIA-/NSA-Mitarbeiter und "Whistleblower" Edward Snowden das britische Spähprogramm Tempora enthüllte. Gemäß den Darstellungen Snowdens hat die britische Regierungsbehörde GCHQ (Government Communication Headquarter) im transatlantischen Raum Unterseekabel angezapft und sich damit einen Zugriff auf den weltweiten Telefon- und Internetverkehr beschafft. Die erlangten Informationen aus dem Verkehr von E-Mails, Telefonaten und sozialen Netzwerken werden über einen Zeitraum von 30 Tagen gespeichert und mit der amerikanischen Regierungsbehörde NSA geteilt. Die Datenmenge, die hierbei angehäuft wird, soll den 192 fachen Bestand der "British Library" entsprechen - pro Tag. Seit rund 18 Monaten soll laut Snowden das Programm laufen.

Für den technischen Zugriff sollen Glasfaserkabel auf britischem Gebiet angezapft werden. Medienberichten zufolge muss dafür Hilfe aus der Wirtschaft notwendig sein.

Das Programm dient nach Informationen des "Guardian", welcher sich auf einen anonymen Informanten beruft, zur Abwehr von Terror, organisiertem Verbrechen, aber auch wirtschaftlichen Wohlergehen.

Literatur

Günther K. Weise: Totale Überwachung: Staat, Wirtschaft und Geheimdienste im Informationskrieg des 21. Jahrhunderts

Weblinks