Digitalisierung

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Der Begriff Digitalisierung kann mehrere Bedeutungen haben: Zum einen kann damit die digitale Umwandlung oder Darstellung von Informationen, d.h. die Erstellung digitaler Repräsentationen von physischen Objekten, von Ereignissen oder analogen Medien gemeint sein. Zum anderen versteht man heute unter dem Begriff Digitalisierung eine digitale Revolution bzw. Wende, welche die Veränderung von Vorgehensweisen und Prozessen durch die vermehrte Nutzung digitaler Medien bezeichnet.

Mit Digitalisierung (engl.: digit, "Ziffer, Stelle")[1] im ursprünglichen Kontext ist die Umwandlung von analogen Signalen zu digitalen Signalen (1 und 0) gemeint. Also vom Atom zum Bit. Dies funktioniert technisch über einen Analog-Digital-Wandler. Sprache, Bild, Audio und Video sind typische Signale die digitalisiert werden können.[2]

Die Möglichkeit der Umwandlung von analogen zu digitalen Informationen hat einige Branchen regelrecht revolutioniert. Durch die Umwandlung der Daten in Bits sind diese sehr leicht archivierbar, problemlos zu versenden und gehen auch vielerorts direkt in den Produktionsprozess mit ein. Betroffen davon sind Unternehmen, in denen sehr stark mit Informationen und Produktionsprozessen gearbeitet wird. Im Laufe des Wirtschaftswandels und hinsichtlich der Digitalisierung haben sich diese Branchen stark verändert und neue Branchen sind entstanden.[3]

Die digitale Wende beginnt im 20. Jahrhundert. Durch moderne Informationstechnologien werden Haushalte und Arbeitsplätze zunehmend automatisiert und modernisiert. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entstehen immer neue Technologien und innovative Geschäftsmodelle, die eine weitere Automatisierung und Individualisierung in den Mittelpunkt rücken. Durch die neue Ausrichtung findet auch in der Industrie eine neue Revolution statt (Industrie 4.0). Durch eine weltweite Vernetzung von Dingen und Menschen Internet of Things und die Verschmelzung von Realität und Virtualität Mixed Reality wird ein neues Zeitalter mit unendlich vielen neuen Möglichkeiten und Herausforderungen eingeleitet. Entwicklungen wie der 3D-Druck werden durch die Digitalisierung gefördert. [6]

Digitalisierung kann auch als kulturelles Thema verstanden werden. „Wenn ich als Unternehmen weiß, wofür ich am Markt antrete, wenn ich weiß, wer mein Kunde ist – erst dann bin ich dabei, mich ernsthaft mit der Frage auseinanderzusetzen, was dieser Kunde braucht“, so beschreibt Olaf Kapinski, IT-Führungskräfte-Coach die andere Seite der Digitalisierung. Den Kundennutzen in den Vordergrund stellen. Die nötige Technologie wird für ihn selbstverständlich genutzt und weiter ausgebaut. Um die Bedürnisse der Kunden besser kennenzulernen und mit diesem in Kontakt zu kommen spielen soziale Medien eine immer bedeutendere Rolle. [7]

Gründe für die Digitalisierung    

  • Nutzung, Bearbeitung und Weitergabe digitaler Daten über elektronische Datenverarbeitungssyteme
  • Schnellere Verarbeitung und Vervielfältigung
  • Weniger Platzbedarf
  • Digitale Suche (Wortsuche) ist möglich

Geschichtlicher Hintergrund

Die Digitalisierung hat ihren geschichtlichen Ursprung in der Brailleschrift aus dem Jahr 1829 und dem Morsen, welches acht Jahre später, 1837, aufkam. Beim Morsen funktionierte die Technik wie folgt: Der Text wurde in einen Morsecode umgewandelt, dann per Schall oder Lichtzeichen übertragen und daraufhin vom Empfänger, der das Morsealphabet kannte, wieder zurück in einen Text gewandelt. Bald darauf kamen neue Techniken auf, wie Funktechnik, Telegraphie und das Telefon. Später folgten dann Telefax und E-Mail.[4]

Anfänge der Digitalisierung und deren Techniken haben sich innerhalb von ca. 180 Jahren zu den bedeutenden Innovationen der Menschheit entwickelt. Gerade in den letzten zehn Jahren kam es durch die Schnelligkeit der jeweiligen Entwicklungen zu ständig wachsenden Speicherkapazitäten und Übertragungsgeschwindigkeiten. Dadurch verkürzen sich die Lebenszyklen der aktuellen Anwendungsformen rapide.[5]

Quellen

http://www2.leuphana.de/medienkulturwiki/medienkulturwiki2/index.php/Digitalisierung [1]

Schellmann/Gaida/Gläser/Kegel (2005), S. 224. [2]

Wirtz (2005), S. 41. [3]

Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Digitalisierung [4]

Schellmann/Gaida/Gläser/Kegel (2005), S. 208. [5]

https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/digitalisierung [6]

http://t3n.de/news/missverstaendnis-digitalisierung-873428/ [7]