Cloud Computing

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Cloud Computing bezeichnet, laut einer Definition des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Deutschland, "das dynamisch an den Bedarf angepasste Anbieten, Nutzen und Abrechnen von IT-Dienstleistungen über ein Netz. Angebot und Nutzung dieser Dienstleistungen erfolgen dabei ausschließlich über definierte technische Schnittstellen und Protokolle. Die Spannbreite der im Rahmen von Cloud Computing angebotenen Dienstleistungen umfasst das komplette Spektrum der Informationstechnik und beinhaltet unter anderem Infrastruktur (z. B. Rechenleistung, Speicherplatz), Plattformen und Software." Bisher konnte sich jedoch noch keine allgemeingültige Definition für den Begriff "Cloud Computing" durchsetzen. Das BSI hat daher eine Definition festgelegt, um auf diese Weise eine einheitliche Grundlage für das künftige Arbeiten auf diesem Gebiet zu haben.


Geschichte

In den 1960er Jahren wurden bereits Ideen entwickelt, wie man IT-Ressourcen, Rechenleistungen und Software einer breiten Nutzermasse gegen eine Gebühr zugänglich machen kann. Diese scheiterten jedoch an der bis dahin fehlenden schnellen und stabilen Internetverbindung sowie der fehlenden Mehrbenutzerfähigkeit von IT-Systemen. Die erste Cloud wurde von salesforce.com 1999 auf den Markt gebracht und revolutionierte damit die gesamte Art zu Arbeiten. Salesforce gab seine Produkte ausschließlich über die Cloud an den Kunden weiter. Seit 1999 wuchs die Software "Cloud" stetig weiter. Bereits 2013 wurden weltweit ca. 47 Milliarden US-Dollar für die Services einer Cloud ausgegeben. Voraussichtlich sollen sich die Ausgaben hierfür bis 2017 mehr als verdoppeln.

Folgende drei Charakteristika beschreiben unter anderem auch den Nutzen einer Cloud:

  • Hohe Skalierbarkeit (Fähigkeit eines Systems, seine Ressourcen linear zu steigern)
  • Hohe Verfügbarkeit
  • Hohe Zuverlässigkeit

Bereitstellungsmodelle

Dabei lassen sich verschiedene Bereitstellungsmodelle unterscheiden:

  • Private Cloud
  • Public Cloud z.B. Google Drive
  • Community Cloud
  • Hybrid Cloud - eine Mischform aus Private Cloud u. Public Cloud

Kategorien

Der angebotene Service kann in verschiedenen Kategorien bereitgestellt werden:

  • IASS - Infrastructure as a Service
  • PAAS - Plattform as a Service
  • SAAS - Software as a Service


So funktioniert Cloud Computing

Mithilfe eines Internetzugangs gelangt man zur gewünschten Cloud, registriert sich dort als Nutzer und kann sofort loslegen. Eine bestimmte Hardware ist hierfür nicht nötig, ebensowenig eine bestimmte Software, lediglich ein internetfähiges Gerät ist vonnöten.

Vorteile von Cloud Computing

Lokale Ressourcen wie Hardware, Software und Kosten für Inbetriebnahme (Strom, Wartung etc.) werden eingespart. Es kann on-Demand (nach Bedarf) die zu gebrauchende Kapazität genutzt werden, d.h. gegenüber dem klassischen Modell entstehen keine unnützen Kosten. Da diese Daten im Internet gespeichert werden, kann man auch von allen Orten der Welt wieder darauf zugreifen. Waren früher Dokumente, Fotos und Musik nur lokal auf ihrem Heimrechner abgelegt und auch nur dort abrufbar, so sind diese Informationen jetzt im Internet und überall nutzbar. Alle Daten lassen sich von unterschiedlich vielen Rechnern, Geräten und Personen gleichzeitig nutzen. Arbeiten also mehrere Personen an einem Textdokument, so bekommen alle Mitarbeiter gleich Informationen über die Änderungen anderer. Ebenso ist auch das Synchronisieren von Programmen auf lokalen Geräten möglich: Z.B. bei Kalendern, E-Mail-Konten, Adressbüchern oder Textverarbeitungsprogrammen.


Nachteile von Cloud Computing

Es gibt erhebliche Grundprobleme bezüglich der Thematik Datensicherheit und Datenschutz. Des Weiteren gibt es immer wieder Probleme mit unterschiedlichen Schnittstellen (APIs), die von Anbieter zu Anbieter momentan deutlich variieren können. Ein weiterer und nicht unwichtiger Nachteil ist die Voraussetzung, Zugang zum „Netz“ zu haben, denn ohne Internetzugang gibt es keinen Zugang zur „Cloud“.

Datensicherheit

Sollte die benutzte Hardware kaputt gehen, so sind die in der Cloud gespeicherten Daten davon nicht belastet. Da die Daten auf einem externen Server liegen, ist von diesem Aspekt aus nichts zu befürchten. Bei der Wahl der richtigen Cloud gilt es allerdings darauf zu achten, dass der Anbieter über entsprechende Sicherheitszertifikate verfügt. Ein Beispiel ist hier das Zertifikat "ISO 27001". Dieses Zertifikat signalisiert dem Nutzer, dass der Betreiber der Cloud u.a. ein Notfallmanagement, sichere Schnittstellen (APIs)und eine klare Mandantentrennung auf allen Ebenen hat.

Weblinks