Massive Open Online Course: Unterschied zwischen den Versionen

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Es handelt sich - wie häufig in Netzwerken - teils um ein Zufallsprinzip, wer einem von den Teilnehmern begegnet. Die Network-Verbindung mittels Video, Kommentaren, bereitgestellter Information(4. 5), erlaubt es kreativ zu sein. Kreativität heißt, aus dem Wissen anderer neue Ideen zu konstruieren. Es handelt sich um  eine Netzwerk-Kreativität. In Online-Networks werden sich unsere Fähigkeiten weiterentwickeln. Es handelt sich um ein Lernen durch Erproben.
Es handelt sich - wie häufig in Netzwerken - teils um ein Zufallsprinzip, wer einem von den Teilnehmern begegnet. Die Network-Verbindung mittels Video, Kommentaren, bereitgestellter Information(4. 5), erlaubt es kreativ zu sein. Kreativität heißt, aus dem Wissen anderer neue Ideen zu konstruieren. Es handelt sich um  eine Netzwerk-Kreativität. In Online-Networks werden sich unsere Fähigkeiten weiterentwickeln. Es handelt sich um ein Lernen durch Erproben.
Übrigens hat diese Tätigkeit viel mit den eigenen Gefühlen zu tun. Ein wenig ist es manchmal so wie am Stammtisch. Dort kann man sich auch einsam, überrollt, heftig kritisiert oder mitten im positiven Engagement fühlen.
Übrigens hat diese Tätigkeit viel mit den eigenen Gefühlen zu tun. Ein wenig ist es manchmal so wie am Stammtisch. Dort kann man sich auch einsam, überrollt, heftig kritisiert oder mitten im positiven Engagement fühlen.
Stephen Downes (6) legt seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung der Netzwerk-Struktur. Es handelt sich um eine Gruppenstruktur und nicht um eine dominierende Führergestalt. Es gibt überhaupt keinen zentralen Fokus, auch keine zentrale Diskussion. Verschieden veranlagte Menschen diskutieren verschiedenartige Themen auf unterschiedlichen Plattformen (Twitter, Google, Gruppen, Communities, Facebook und wo die MOOC-Teilnehmer sonst noch wollen).
Wichtig ist, gemäß Stephen Downes, dass es sich bei einem MOOC um einen Kurs im wahrsten Sinne der Bedeutung handelt und nicht z.B. um Fernsehen oder eine Zeitschrift. Ein Kurs benötigt vor allem Interaktivität und Fähigkeiten für eine Weiterentwicklung mittels der Teilnehmer als Impulsgeber. Der Kurs führt somit heraus aus einer konsumierenden Gesellschaftsordnung. Der Wissensinhalt wird von der Gemeinschaft gestellt und kreativ mit Ideen angereichert und weiterentwickelt.
Entscheidend dafür, dass ein Kurs massiv und offen online sein kann, ist die Online-Technologie, die die Diskussionen, Chats, Blogs und Aktivitäten mittels Kommentaren, Newsletter, Videos, Audios, Avatare bei Second Life und Bildmaterial auf den unterschiedlichsten Plattformen kreuz und quer ermöglicht. So erst wird Konnektivismus möglich.
Die große Gefahr bei MOOCs sieht Stephen Downes in der Entwicklung einer starken Gruppen-Formation einer zentralen Clique. So etwas spürt der Teilnehmer besonders stark bei Twitter. Bei Twitter erlebt der Einzelne direkt einen Austausch einer zentralen Gruppierung von der er ausgeschlossen sein kann.
Zusammenfassend: Inner-Circles und Outer-Circles bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit von Gastgebern.
Wenn so etwas passiert, kippt der Kurs und der Wissenswert sinkt gewaltig. Anders ausgedrückt: die Dynamik des Kurses verpufft. Die primäre Wissens-Evolution und die Energie und Begeisterung der Kursteilnehmer-Schwarmintelligenz mutiert zu Anpassung und zu Zugeständnissen an die Informationen des/der Gruppen-Vorreiter.
Es bedarf des Respekt für eine große Vielfältigkeit von Wissenszielen und Kurs-Materialen und Meinungen und der Unvorhersehbarkeit der erreichbaren Ziele.




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(5)Flipped classroom meets moocs
(5)Flipped classroom meets moocs
(5)https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=gvWuzL_yKak#!
(5)https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=gvWuzL_yKak#!
(6)Stephen Downes
(6)Stephen Downes
(6)http://halfanhour.blogspot.de/2013/01/what-makes-mooc-massive.html

Version vom 15. März 2013, 19:04 Uhr

Hinter dem Begriff Massive Open Online Course (MOOC) verbirgt sich gemeinsames Lernen via Internet. Die meisten Angebote sind kostenfrei. Kursanbieter werden auch Gastgeber genannt. Sie stellen den Rahmen zur Verfügung und geben Impulse. Sie bieten frei verfügbare Materalien zum Kursthema an und bündeln die Beiträge der Teilnehmer. Die Ausgestaltung des Lernprozesses erfolgt selbstbestimmt durch jeden Teilnehmer. Als Alternative zu bisherigen Lernformen gewinnt das Online-Lernen immer mehr Anhänger. Erstmals umgesetzt wurde das Konzept 2008 von den Kanadiern George Siemens und Stephen Downes. In Deutschland erfolgte die erste Umsetzung in 2011 durch den Bildungsberater Dr. Jochen Robes, Autor von Weiterbildungsblog.de und dem E-Learning-Zentrum "studiumdigitale" der Universität Frankfurt.

HOW TO MOOC: Mit dem Hashtag #MMC13 fand aktuell im Jahr 2013 ein deutscher *MOOC-Maker-Kurs* statt. Das Ergebnis: Die Information darüber, was ein MOOC ist, hat sich in Deutschland beträchtlich ausgebreitet. Das MOOC-Making gestaltet sich noch etwas kompliziert, denn irgendwie sollten auch ausreichend finanzielle Mittel für den Aufwand des Gestaltens vorhanden sein. Ein MOOC ist für Leute weltweit. Ein MOOC ist ein *lebenslanger Kurs zum Lernen(3).* Er ist keine Schule. Es handelt sich um einen individuell gestalteten Weg der Kollaboration und des Lernens. Man erfährt dabei, was das Student-Sein bedeuten kann, wenn freies Lernen gestattet ist. Alles ist offen und kostenlos und ich lerne, was ich will. Unter Umständen lerne ich Unvorhergesehenes, zum Beispiel die Fähigkeit zu kreativem Schreiben. MOOC ist ein Ich-Kurs. Er ist gewissermaßen eine Selbsterfahrungsgruppe. Ich kann, aber ich muss mich nicht vernetzen. Einstein hätte vielleicht einen MOOC-Ego-Trip unternommen? Man kann bezahlen müssen für ein Zertifikat, aber nicht für das Lernen und die Teilnahme. Ein MOOC ist kostenlos. Vom Austausch an Wissen gewinnen alle Teilnehmer des Kurses. Wir betreten den digitalen Raum, wann wir wollen und entfernen uns aus ihm, wann wir möchten. Man kann mit allen Menschen sich austauschen mit denen man Gemeinsamkeiten entdeckt. Es handelt sich - wie häufig in Netzwerken - teils um ein Zufallsprinzip, wer einem von den Teilnehmern begegnet. Die Network-Verbindung mittels Video, Kommentaren, bereitgestellter Information(4. 5), erlaubt es kreativ zu sein. Kreativität heißt, aus dem Wissen anderer neue Ideen zu konstruieren. Es handelt sich um eine Netzwerk-Kreativität. In Online-Networks werden sich unsere Fähigkeiten weiterentwickeln. Es handelt sich um ein Lernen durch Erproben. Übrigens hat diese Tätigkeit viel mit den eigenen Gefühlen zu tun. Ein wenig ist es manchmal so wie am Stammtisch. Dort kann man sich auch einsam, überrollt, heftig kritisiert oder mitten im positiven Engagement fühlen.

Stephen Downes (6) legt seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung der Netzwerk-Struktur. Es handelt sich um eine Gruppenstruktur und nicht um eine dominierende Führergestalt. Es gibt überhaupt keinen zentralen Fokus, auch keine zentrale Diskussion. Verschieden veranlagte Menschen diskutieren verschiedenartige Themen auf unterschiedlichen Plattformen (Twitter, Google, Gruppen, Communities, Facebook und wo die MOOC-Teilnehmer sonst noch wollen).

Wichtig ist, gemäß Stephen Downes, dass es sich bei einem MOOC um einen Kurs im wahrsten Sinne der Bedeutung handelt und nicht z.B. um Fernsehen oder eine Zeitschrift. Ein Kurs benötigt vor allem Interaktivität und Fähigkeiten für eine Weiterentwicklung mittels der Teilnehmer als Impulsgeber. Der Kurs führt somit heraus aus einer konsumierenden Gesellschaftsordnung. Der Wissensinhalt wird von der Gemeinschaft gestellt und kreativ mit Ideen angereichert und weiterentwickelt.

Entscheidend dafür, dass ein Kurs massiv und offen online sein kann, ist die Online-Technologie, die die Diskussionen, Chats, Blogs und Aktivitäten mittels Kommentaren, Newsletter, Videos, Audios, Avatare bei Second Life und Bildmaterial auf den unterschiedlichsten Plattformen kreuz und quer ermöglicht. So erst wird Konnektivismus möglich.

Die große Gefahr bei MOOCs sieht Stephen Downes in der Entwicklung einer starken Gruppen-Formation einer zentralen Clique. So etwas spürt der Teilnehmer besonders stark bei Twitter. Bei Twitter erlebt der Einzelne direkt einen Austausch einer zentralen Gruppierung von der er ausgeschlossen sein kann. Zusammenfassend: Inner-Circles und Outer-Circles bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit von Gastgebern. Wenn so etwas passiert, kippt der Kurs und der Wissenswert sinkt gewaltig. Anders ausgedrückt: die Dynamik des Kurses verpufft. Die primäre Wissens-Evolution und die Energie und Begeisterung der Kursteilnehmer-Schwarmintelligenz mutiert zu Anpassung und zu Zugeständnissen an die Informationen des/der Gruppen-Vorreiter.

Es bedarf des Respekt für eine große Vielfältigkeit von Wissenszielen und Kurs-Materialen und Meinungen und der Unvorhersehbarkeit der erreichbaren Ziele.



Weblinks

(1)*http://www.youtube.com/watch?v=eW3gMGqcZQc Was ist MOOC? (2)*http://www.weiterbildungsblog.de/wp-content/uploads/2012/06/massive_open_online_courses_robes.pdf (3)What is a MOOC? (Video): (3)https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=eW3gMGqcZQc (4)Wie profitiere ich von MOOC (Matthäus-Effekt) (4)Der elektrische Professor! (5)Flipped classroom meets moocs (5)https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=gvWuzL_yKak#! (6)Stephen Downes (6)Stephen Downes (6)http://halfanhour.blogspot.de/2013/01/what-makes-mooc-massive.html