Blinkist: Unterschied zwischen den Versionen

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== Allgemeines ==
 
== Allgemeines ==
Gegründet wurde Blinkist im Jahr 2012. Blinkist hat heute mehr als 2.000 Sachbücher in deutscher und englischer Sprache im Angebot. Es werden die Kernaussagen von Autoren zusammengefasst, so daß man in ca. 15 Minuten ein Sachbuch gelesen oder im Audio Format angehört hat.
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Blinkist ist eine deutschsprachige App, die die Inhalte von Sachbüchern so zu Kernaussagen zusammenfasst, dass sie innerhalb von maximal 15 Minuten per Text- oder Audioformat erfasst und verstanden werden können. Heute hat die App mehr als 3.000 Sachbücher in deutscher und englischer Sprache im Angebot.  
Blinkist bietet Bücher aus den Kategorien Business, Persönliche Entwicklung, Achtsamkeit, Psychologie, Kommunikation, Motivation, Populärwissenschaft, Politik, Biographie und Geschichte.
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Blinkist bietet Zusammenfassungen von Büchern aus den 27 Kategorien Beruf und Karriere, Management und Leadership, Maketing und Vertrieb, Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie, Kommunikation und Soft Skills, Motivation und Inspiration, Wissenschaft, Achtsamkeit und Glück, Unternehmenskultur, Religion und Glauben, Börse und Geld, Natur und Umwelt, Kreativität, Gesellschaft und Kultur, Gesundheit und Ernährung, Philosophie, Politik, Biographie und Memoiren,Technologie und Zukunft, Bildung und Wissen sowie Elternschaft.  
  
== Funktionsweise ==
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== Hintergrund ==
Blinkist App herunterladen, registrieren und Testphase starten.
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Gegründet wurde Blinkist im Jahr 2012 von den Unternehmensberatern Niklas Jansen, Holger Seim, Tobias Balling und Sebastian Klein, Sitz des Unternehmens ist in Berlin. Der Name "Blink" bezieht sich auf das schnelle "Blink", das Zwinkern oder Blinzeln, und steht symbolisch für den kurzen Zeitraum, in dem die Kernaussage eines Buches vermittelt werden soll. Zugrunde lag der Idee die eigene Erfahrung, dass es angesichts von Zeitmangel kaum möglich sei, alle aktuell erscheinenden Sachbücher komplett zu rezipieren, hinzu kam, dass vergleichbare zusammenfassende Angebote für den Sachbuchbereich bzw. im deutschsprachigen Markt nicht vorhanden waren. Die Macher betonen, dass die keine Konkurrenz zu Verlagen herstellen, sondern das Angebot ergänzen und den potenziellen Lesern eine [https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2019/mit-leichtem-gepaeck/blinkist-kondensbuch Orientierungsmöglichkeit geben wollen], um zu entscheiden, ob das Buch etwas für sie ist. Das selbstbestimmte und -organisierte Lernen soll durch die App unterstützt werden. Finanziert wurde das Start-up durch Risikokapitalgeber, erzielt aber trotz Wachstums und einer wachsenden Zahl an Nutzern noch keine Gewinne. Obwohl das Unternehmen beständig expandiert, wies es laut dem  [https://www.deutsche-startups.de/2019/02/26/blinkist-zahlencheck-2017/nchenmonitors Deutsche-startups.de „Zahlencheck“ des Branchenmonitors Deutsche-startups.de] 2017 einen Jahresfehlbetrag von 7,2 Millionen Euro aus. Bis dahin wurden laut "Zahlencheck" 12,7 Millionen Euro in das Unternehmen investiert.  
  
Nach der Testphase kann man sich bei Gefallen für ein Monatsabo oder Jahresabo entscheiden. Der Zugang ist monatlich kündbar.
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== Funktionsweise der App ==
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Die Autoren, bestehend aus einem etwa 100-köpfigen Team von Experten, Journalisten, Redakteuren und Pädagogen erstellen den Text, der nach einem selbst verfassten Prinzip die Kernaussagen eines Buches zusammenfasst. Dafür arbeiten insgesamt etwa sieben Experten und Journalisten an dem Text, um ihn sowohl korrekt als auch gut lesbar zu machen. Die angebotenen Bücher werden jeweils mit Buchcover, einer standardisierten Autor- und Titelangabe und einer Kurzzusammenfassung vorgestellt, außerdem werden in der Rubrik "Wer diesen Titel lesen sollte" mögliche Zielgruppen angeführt. Die Zusammenfassung selbst kann man entweder selbst im Umfang von vier bis sechs DIN-A4-Seiten lesen oder sich vorlesen lassen.
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=== Einsatz und Gebrauch der App für den Nutzer ===
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Nach dem Download der Blinkist App, die für Android und Mac verfügbar ist, muss man sich registrieren und kann die Testphase starten. Nach der Testphase kann man sich bei Gefallen für ein Monatsabo (12,99 €) oder eine Jahresabo (79,99 €) entscheiden. Der Zugang ist monatlich kündbar. Es werden auch Rabatte für Teamzugänge vergeben. Darüber hinaus ist täglich eine Buchzusammenfassung als "FreeDaily"-Angebot auch ohne Abo nach der kostenlosen Registrierung hör- oder lesbar. Die App bietet ihre Inhalte auch in englischer Sprache an.
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== Rezeption ==
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Aktuell hat die App laut Angabe der [https://www.blinkist.com/de/ Betreiber] über zwölf Millionen Nutzer in Deutschland und der ganzen Welt. Eine vergleichbare App gibt es bislang zumindest in deutscher Sprache nicht, andere E-Book-Reader wie [https://moondownload.com/ MoonReader] oder [https://www.amazon.de/dp/B00NTQ6K7E/ref=as_li_ss_tl?&linkCode=sl1&tag=schrbn-blck-21&linkId=b07caa0b4f967cdec4c8ecdc33b2628f&language=de_DE Kindles EBook-Reader] bieten keine nach dem Kernaussagen-Prinzip erfolgten Zusammenfassungen an. 2018 gehörte Blinkist zu den [https://www.linkedin.com/pulse/linkedin-top-startups-2018-die-25-gefragtesten-sara-weber/ gefragtesten 25 Startup-Unternehmen] bei Jobsuchenden. 2016 wurde die App von den Vereinten Nationen mit dem [https://www.worldsummitawards.org/winner/blinkist/ World Summit Award in der Kategorie Learning & Education] ausgezeichnet.
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== Kritik ==
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Etliche Nutzer haben die App im Selbstversuch getestet und ihre Erfahrungen veröffentlicht, darunter auch Autoren von [https://www.zeit.de/digital/mobil/2014-02/app-blinkist-buecher-zusammenfassung Zeit online], [https://www.lesen.net/artikel/blinkist-im-test-das-taugen-die-fachbuch-zusammenfassungen-104287/ lesen.net], [https://www.gruenderszene.de/allgemein/blinkist-test-sachbuch Gründerszene.de] und [https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article169520260/So-lesen-Sie-Buecher-ohne-Buecher-zu-lesen.html Welt.] Positiv wird hervorgehoben, dass die App dabei nützt, wenn es darum geht, in kürzester Zeit wesentliche Aussagen eines Buches zu erfassen und auch zu behalten. Häufig angeführt wird auch der Nutzen des erworbenen Wissens für den Smalltalk. Die Zusammenfassungen können laut den meisten Kritikern als sinnvolle Entscheidungsgrundlage dienen, ob ein Buch etwa als Grundlagenbeitrag für Hausarbeiten oder eine richtige Lektüre lohnt. Kritiker der App führen an, dass die Texte zum Teil schlecht seien, zu stark vereinfachten oder Aussagen sogar verzerrten und keine wirkliche Wissensvermittlung stattfindet. Auch der Nutzen als Teaser, um das Buch dann tatsächlich noch lesen zu wollen, wird angezweifelt.
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== Weblinks  ==
  
== Weblinks ==
 
 
*[http://blinkist.com/de/ Website von Blinkist]
 
*[http://blinkist.com/de/ Website von Blinkist]
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*https://www.zeit.de/digital/mobil/2014-02/app-blinkist-buecher-zusammenfassung, Selbsttest von Thorsten Schröder, zuerst erschienen bei Boldeconomy (nicht mehr verfügbar), hier auch zahlreiche Kommentare und Kritiken von Nutzern
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*Selbsttest von Johanna Wendel bei lesen.net, https://www.lesen.net/artikel/blinkist-im-test-das-taugen-die-fachbuch-zusammenfassungen-104287/
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*Das Start-up-Checkportal deutsche start-up führt die aktuellsten Zahlen hinter dem Unternehmen an: https://www.deutsche-startups.de/2019/02/26/blinkist-zahlencheck-2017/
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*Blinkist zählte laut LinkedInzu den 25 Top-Start-up-Unternehmen in Deutschland, https://www.linkedin.com/pulse/linkedin-top-startups-2018-die-25-gefragtesten-sara-weber/

Aktuelle Version vom 5. November 2019, 13:09 Uhr

Blinkist ist eine App, mit der die Nutzer Sachbücher in 15 Minuten lesen oder im Audio-Format anhören können.

Allgemeines

Blinkist ist eine deutschsprachige App, die die Inhalte von Sachbüchern so zu Kernaussagen zusammenfasst, dass sie innerhalb von maximal 15 Minuten per Text- oder Audioformat erfasst und verstanden werden können. Heute hat die App mehr als 3.000 Sachbücher in deutscher und englischer Sprache im Angebot. Blinkist bietet Zusammenfassungen von Büchern aus den 27 Kategorien Beruf und Karriere, Management und Leadership, Maketing und Vertrieb, Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie, Kommunikation und Soft Skills, Motivation und Inspiration, Wissenschaft, Achtsamkeit und Glück, Unternehmenskultur, Religion und Glauben, Börse und Geld, Natur und Umwelt, Kreativität, Gesellschaft und Kultur, Gesundheit und Ernährung, Philosophie, Politik, Biographie und Memoiren,Technologie und Zukunft, Bildung und Wissen sowie Elternschaft.

Hintergrund

Gegründet wurde Blinkist im Jahr 2012 von den Unternehmensberatern Niklas Jansen, Holger Seim, Tobias Balling und Sebastian Klein, Sitz des Unternehmens ist in Berlin. Der Name "Blink" bezieht sich auf das schnelle "Blink", das Zwinkern oder Blinzeln, und steht symbolisch für den kurzen Zeitraum, in dem die Kernaussage eines Buches vermittelt werden soll. Zugrunde lag der Idee die eigene Erfahrung, dass es angesichts von Zeitmangel kaum möglich sei, alle aktuell erscheinenden Sachbücher komplett zu rezipieren, hinzu kam, dass vergleichbare zusammenfassende Angebote für den Sachbuchbereich bzw. im deutschsprachigen Markt nicht vorhanden waren. Die Macher betonen, dass die keine Konkurrenz zu Verlagen herstellen, sondern das Angebot ergänzen und den potenziellen Lesern eine Orientierungsmöglichkeit geben wollen, um zu entscheiden, ob das Buch etwas für sie ist. Das selbstbestimmte und -organisierte Lernen soll durch die App unterstützt werden. Finanziert wurde das Start-up durch Risikokapitalgeber, erzielt aber trotz Wachstums und einer wachsenden Zahl an Nutzern noch keine Gewinne. Obwohl das Unternehmen beständig expandiert, wies es laut dem „Zahlencheck“ des Branchenmonitors Deutsche-startups.de 2017 einen Jahresfehlbetrag von 7,2 Millionen Euro aus. Bis dahin wurden laut "Zahlencheck" 12,7 Millionen Euro in das Unternehmen investiert.

Funktionsweise der App

Die Autoren, bestehend aus einem etwa 100-köpfigen Team von Experten, Journalisten, Redakteuren und Pädagogen erstellen den Text, der nach einem selbst verfassten Prinzip die Kernaussagen eines Buches zusammenfasst. Dafür arbeiten insgesamt etwa sieben Experten und Journalisten an dem Text, um ihn sowohl korrekt als auch gut lesbar zu machen. Die angebotenen Bücher werden jeweils mit Buchcover, einer standardisierten Autor- und Titelangabe und einer Kurzzusammenfassung vorgestellt, außerdem werden in der Rubrik "Wer diesen Titel lesen sollte" mögliche Zielgruppen angeführt. Die Zusammenfassung selbst kann man entweder selbst im Umfang von vier bis sechs DIN-A4-Seiten lesen oder sich vorlesen lassen.

Einsatz und Gebrauch der App für den Nutzer

Nach dem Download der Blinkist App, die für Android und Mac verfügbar ist, muss man sich registrieren und kann die Testphase starten. Nach der Testphase kann man sich bei Gefallen für ein Monatsabo (12,99 €) oder eine Jahresabo (79,99 €) entscheiden. Der Zugang ist monatlich kündbar. Es werden auch Rabatte für Teamzugänge vergeben. Darüber hinaus ist täglich eine Buchzusammenfassung als "FreeDaily"-Angebot auch ohne Abo nach der kostenlosen Registrierung hör- oder lesbar. Die App bietet ihre Inhalte auch in englischer Sprache an.

Rezeption

Aktuell hat die App laut Angabe der Betreiber über zwölf Millionen Nutzer in Deutschland und der ganzen Welt. Eine vergleichbare App gibt es bislang zumindest in deutscher Sprache nicht, andere E-Book-Reader wie MoonReader oder Kindles EBook-Reader bieten keine nach dem Kernaussagen-Prinzip erfolgten Zusammenfassungen an. 2018 gehörte Blinkist zu den gefragtesten 25 Startup-Unternehmen bei Jobsuchenden. 2016 wurde die App von den Vereinten Nationen mit dem World Summit Award in der Kategorie Learning & Education ausgezeichnet.

Kritik

Etliche Nutzer haben die App im Selbstversuch getestet und ihre Erfahrungen veröffentlicht, darunter auch Autoren von Zeit online, lesen.net, Gründerszene.de und Welt. Positiv wird hervorgehoben, dass die App dabei nützt, wenn es darum geht, in kürzester Zeit wesentliche Aussagen eines Buches zu erfassen und auch zu behalten. Häufig angeführt wird auch der Nutzen des erworbenen Wissens für den Smalltalk. Die Zusammenfassungen können laut den meisten Kritikern als sinnvolle Entscheidungsgrundlage dienen, ob ein Buch etwa als Grundlagenbeitrag für Hausarbeiten oder eine richtige Lektüre lohnt. Kritiker der App führen an, dass die Texte zum Teil schlecht seien, zu stark vereinfachten oder Aussagen sogar verzerrten und keine wirkliche Wissensvermittlung stattfindet. Auch der Nutzen als Teaser, um das Buch dann tatsächlich noch lesen zu wollen, wird angezweifelt.

Weblinks